Übergang Schule - Beruf

KAoA

Kein Abschluss ohne Anschluss - Neues Übergangssystem Schule - Beruf in NRW

Aufgrund des Beschlusses des Ausbildungskonsens im November 2011 hat Nordrhein-Westfalen als erstes Flächenland damit begonnen, ein landesweites, systematisches und verbindliches Programm zur Neugestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf umzusetzen.   

Der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung, den Veränderungen am Arbeitsmarkt und  damit absehbaren volkswirtschaftlichen Folgen soll entgegengewirkt  werden. Parallel zu sinkenden Schülerzahlen zeichnet sich bereits ein Fachkräftemangel in verschiedenen Berufsfeldern ab, während gleichzeitig für eine große Anzahl  junger  Menschen die Wege in die Berufsausbildung länger und vielgestaltiger geworden sind. Viele setzen ihre Schullaufbahn in vollzeitschulischen Bildungsgängen fort und der Ausbildungsbeginn liegt im Bundesdurchschnitt bei 19 Jahren. Solche  Wege werden von externen Fachleuten, wie z. B. der Bertelsmann-Stiftung, zum Teil als wenig erfolgreich und unwirtschaftlich eingestuft.

Das neue Übergangssystem zielt darauf ab, allen Jugendlichen einen reibungslosen Übergang von der Schule in die Berufsausbildung oder ins Studium zu ermöglichen.

Im Vordergrund steht dabei der präventive Gedanke. Das Programm setzt frühzeitig in den Schulen an, ist auf Dauer angelegt und zielt darauf ab, den Jugendlichen zu einer reflektierten Berufs- oder Studienwahl zu verhelfen.

Künftig erhalten alle Schüler und Schülerinnen ab der Jahrgangsstufe 8 verbindliche systematische Angebote der Berufsorientierung. Ziel ist es, möglichst  alle Schüler und  Schülerinnen zur Ausbildungsreife zu führen und ihnen eine verbindliche Ausbildungsperspektive zu bieten.

Dabei ist es wichtig, die gangbaren Wege und mögliche Unterstützungsmaßnahmen im Anschluss an die allgemeinbildende Schule zu erfassen, zu strukturieren und transparent zu machen.

Das Umsetzungskonzept umfasst die zentralen Handlungsfelder:

  • Berufs- und Studienorientierung
  • Übergangssystem
  • Steigerung der Attraktivität des dualen Systems
  • Kommunale Koordinierung


MAGS/ESF