Einsätze Januar


2016.01.25 Eisenbahnunfall

Am 25.01.2016 kollidierte gegen 18:10 Uhr am beschrankten Bahnübergang Alexanderstraße / Blumenthalstraße die Regionalbahn der S-Bahnlinie S7 mit einem PKW. Bei diesem Zusammenstoß wurde der PKW gedreht und von der Bahn auf das Gleisbett geschoben.

Glücklicherweise war die Aufprallgeschwindigkeit des Zuges relativ gering, so dass der PKW-Insasse nur leicht verletzt wurde und sein Fahrzeug selbstständig verlassen konnte. Er wurde durch den Rettungsdienst der Feuerwehr versorgt und zur weiteren Behandlung mit dem Rettungswagen in das SANA-Klinikum transportiert. Die zahlreichen Reisenden der S-Bahn S7 blieben glücklicherweise ausnahmslos unverletzt.

Damit der Zug den nahegelegenen Bahnhof anfahren konnte, wurde der PKW von der Bahn weggezogen. Anschließend konnte die Regionalbahn den Remscheider Hauptbahnhof anfahren, um die Fahrgäste dort aussteigen zu lassen. Für Ihre Weiterreise organsiert das Verkehrsunternehmen einen Schienenersatzverkehr.

Ein Bergungsunternehmen bewerkstelligt währenddessen die Bergung des verunfallten PKW aus dem Gleisbett. Während des Einsatzes der Feuerwehr und der Bergung des Unfallfahrzeugs mussten sowohl der Bahnverkehr zwischen Remscheid und Solingen sowie die Blumenthalstraße im Bereich des Bahnübergangs voll gesperrt werden.

Bilder: R. Kollmann

Hinweis:

Glücklicherweise bot sich den anrückenden Einsatzkräften ein weitaus weniger dramatisches Bild als zunächst befürchtet. Denn vor genau einem halben Jahr übten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Remscheid gemeinsam mit dem Bahnunternehmen Abellio an exakt derselben Stelle ein ganz ähnliches Einsatzszenario:

Auch hier waren ein PKW und ein Zug zusammengestoßen, es galt damals mehrere eingeklemmte Personen mit Rettungsgeräten aus den Unfallfahrzeugen zu befreien und zahlreiche Verletzte zu versorgen.

Dank der niedrigeren Aufprallgeschwindigkeit verlief der heutige Unfall jedoch weitaus glimpflicher ab, als zuvor in der Übung trainiert. Wie wichtig derartige Übungen jedoch für eine reibungslose Einsatzabwicklung und die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen sind, hat der heutige Einsatz einmal mehr unter Beweis gestellt.


2016.01.19 Reizgasausströmung in Schule

Am 19.01.2016 wurde um 11:30 Uhr der Rettungsdienst der Feuerwehr mit einem Einsatzleitwagen (ELW), zwei Notarzteinsatzfahrzeugen (NEF), drei Rettungswagen (RTW) und einem Krankentransportwagen (KTW) zur Hauptschule in der Wilhelmstraße in Remscheid alarmiert. 

In der dortigen Schule war es zu einer Reizgasausströmung gekommen. Die Schüler einer Schulklasse im 1. Obergeschoß hatten daraufhin fluchtartig den Unterrichtsraum verlassen. Sie klagten über Reizungen der Augen und der Atemwege.

Die Schulleitung ließ zunächst die  gesamte Schule räumen. Die betroffenen Schüler wurden durch die Polizei und die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr in die Aula der Schule geführt. Die Notärzte und Rettungsassistenten untersuchten und behandelten 16 Schüler. Alle anderen konnten wieder zurück in die Schulklassen, da sich die Geruchsbelästigung nur auf einen Teilbereich der Schule reduzieren lies.

Drei der betroffen Schüler wurden vorsorglich mit leichten Atemwegsreizungen in das Sana-Klinikum Remscheid transportiert.

In der betroffenen Etage der Schule führte die Feuerwehr Lüftungsmaßnahmen mit einem Hochdrucklüfter durch. Hierzu wurde ein Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) nachgefordert. Der Bereich konnte anschließend wieder für den Schulbetrieb freigegeben werden.

Durch die Polizei wurden die Ermittlungen aufgenommen:


2016.01.16 Zwei Verletzte durch Kohlenstoffmonoxid

Am 16.01.2016 kam es durch eine defekte Heiztherme zu einem Austritt von Kohlenstoffmonoxid (CO) in einem Mehrfamilienhaus an der Kippdorfstraße.

Dabei erlitten zwei Bewohner schwere Vergiftungen.

Der zunächst aufgrund eines medizinischen Notfalls (Kreislaufprobleme) um 01:02 Uhr alarmierte Rettungsdienst der Feuerwehr wurde bei seinem Eintreffen durch stets mitgeführte Warngeräte auf die Gefahr aufmerksam. Kohlenstoffmonoxid ist ein farb-, geruch- und geschmackloses sowie giftiges Gas. Es entsteht unter anderem bei Verbrennungsprozessen. 

Sofort wurden das in der betroffenen Wohnung lebende Ehepaar durch die Einsatzkräfte des

Berufsfeuerwehr ins sichere Freie verbracht und medizinisch versorgt. Zur optimalen Behandlung der erlittenen Vergiftung erfolgte der Transport der beide Patienten mit dem Rettungswagen unter Notarztbegleitung in das Zentrum für hyperbare Sauerstofftherapie (HBO-Zentrum) nach Aachen. Dort kann eine so genannte Sauerstofftherapie in einer Druckkammer durchführen werden.

Parallel dazu kontrollierten die nachalarmierten Einsatzkräfte unter Atemschutz

die übrigen Wohnungen und belüfteten die betroffene Wohnung mit einem Überdruckbelüftungsgerät. Die betroffene Anlage wurde stillgelegt und vom Netz genommen.


2016.01.14 Arbeitsunfall mit Streufahrzeug

Am 14.01.2016 wurde gegen 05:49 Uhr die die Leitstelle der Feuerwehr über einen Unfall mit einer Person im Bereich des Vorplatz vom Hauptbahnhofs Remscheid informiert. Von der der Hauptfeuer- und Rettungswache wurden der Rüstzug, ein Notarzteinsatzfahrzeug und ein Rettungswagen entsendet.

Bei Eintreffen stellten die Einsatzkräfte fest, dass bei einem Arbeitsunfall mit einem Streufahrzeug ein Mitarbeiter der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) schwer verletzt worden war. Durch einen Ersthelfer war der Verletzte bis zum Eintreffen der Feuerwehr sehr gut betreut worden.

Der Patient wurde durch den Notarzt notfallmedizinische versorgt und dann zur weiteren Behandlung in das Städtische Klinikum Solingen transportiert.


2016.01.11 Verkehrsunfall auf der Autobahn

Am 11.01.2016 war es gegen 09:32 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A1 zwischen den Anschlussstellen Remscheid-Lennep und Remscheid gekommen. Neben dem Rüstzug der Berufsfeuerwehr wurden für die Einsatzstelle zwei Rettungswagen und das Notarzteinsatzfahrzeug eingesetzt.

Am Unfall waren zwei Fahrzeuge mit insgesamt drei Insassen beteiligt. Die Verletzten wurden nach notfallmedizinischer Versorgung durch den Rettungsdienst zur weiteren Abklärung und Behandlung in das Sana Klinikum Remscheid transportiert.

Beide Fahrzeuge waren stark beschädigt und mussten durch den Abschleppdienst geborgen werden. Bei dem Unfall war es zu einer Beschädigung der Leitplanke gekommen. Die Einsatzstelle wurde gegen den fließenden Verkehr gesichert und der Brandschutz für die verunfallten Fahrzeuge sichergestellt. Aus einem der PKW liefen Betriebsmittel aus. Diese wurden mit Bindemittel abgestreut und aufgenommen.

Die mittlere und rechte Fahrbahnspur wurde gereinigt. Kurzzeitig musste der betroffene Fahrbahnbereich gesperrt werden. Abschließend wurde die Einsatzstelle an die Autobahnpolizei übergeben.


Bild: R. Kollmann

2016.01.02 Zimmerbrand Solinger Straße

Am 02.01.2015 ging um 13:44 Uhr bei der Leitstelle der Feuerwehr Remscheid die Meldung ein, das ein Brand in einem Wohngebäude an der Solinger Straße ausgebrochen sei. Neben dem Löschzug der Berufsfeuerwehr, Notarzt, zwei Rettungswagen wurden die Löscheinheiten Hasten und Morbach alarmiert und eingesetzt.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte waren die Räume im ersten Obergeschoss und im Dachbereich stark verqualmt. Die Bewohner des Brandhauses, eine Familie mit vier Kindern, konnten sich selbstständig ins Freie retten. Der Notarzt und die beiden Rettungsdienstbesatzungen von der Berufsfeuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) untersuchten die Betroffenen. Die vier Kinder und die Frau wurden für weitere Untersuchungen aufgrund des Verdachts auf Rauchgasintoxikation in das Sana-Klinikum Remscheid transportiert.

Im ersten Löschangriff gingen zwei Trupps zur Brandbekämpfung mit Atemschutzgeräten und Strahlrohren in das brennende Gebäude vor. Zusätzlich wurden zwei Drehleitern mit Wasser am Rohr in Bereitstellung gebracht. Nach der Schaffung von Abluftöffnungen erfolgte die Entrauchung mittels Drucklüfter. Der Brandherd konnte anschließend lokalisiert und gelöscht werden. Der Brand blieb auf einen Raum begrenzt, durch die Ausbreitung von Rauch und Wärme wurden die übrigen Räume stark in Mitleidenschaft gezogen.

Unter Atemschutz führten weitere Einsatzkräfte die Nachlöscharbeiten durch. Dabei erfolgte der Einsatz einer Wärmebildkamera, um verdeckte Brandnester im Bereich des Dachstuhls aufzuspüren.

Die Solinger Straße blieb für die Dauer der Löscharbeiten durch die Feuerwehr gesperrt.


2015.12.31 Einsatzgeschehen zum Jahreswechsel

Auf Grund der Auswertungen der letzten Jahre ging die Feuerwehr von einem erhöhten Einsatzaufkommen zum Jahreswechsel aus. Einsatzspitzen im Bereich Notfallrettung und Brandschutz wurden in der in der Zeit zwischen 00:00 Uhr und 06:00 Uhr des Neujahrstages erwartet.

Vorbereitend wurde die Einsatzplanung angepasst und ergänzend ein zusätzlicher Rettungswagen durch den Kreisverband Remscheid des Deutschen Roten Kreuz (DRK) bereitgestellt. Die Freiwilligen Feuerwehren verstärkten ihre Einsatzbereitschaften und die Berufsfeuerwehr stellte sich auf eine hohe Anzahl von Paralleleinsätzen im Bereich der Notfallrettung ein.

Entgegen der Erwartungen verlief die Silvesternacht in Remscheid aus Sicht des Brandschutzes ruhig. Allerdings war im Rettungsdienst ein erhöhtes Aufkommen zwischen 23 Uhr und 07 Uhr zu verzeichnen. Es wurden insgesamt 23 Rettungsdiensteinsätze bearbeitet. Zweimal wurde der Rettungsdienst zu Verletzungen durch Feuerwerkskörper gerufen. Der überwiegende Teil der Einsätze wurde durch erhöhten Alkoholkonsum ausgelöst.

Zusammenfassend kann die Remscheider Feuerwehr somit von einer normalen und ruhigen Silvesternacht ohne besondere Vorkommnisse berichten.