Waldkalkung beginnt in der 41. Kalenderwoche

Voraussichtlich vom 11. bis zum 25. Oktober werden wieder verschiedene Waldgebiete an der Neyetalsperre, einem der größten Naturschutzgebiete im Oberbergischen Kreis, gekalkt. Mit Hilfe eines Hubschraubers werden dort rund drei Tonnen je Hektar Waldboden vom sogenannten kohlensauren Magnesiumkalk auf einer Gesamtwaldfläche von rund 200 Hektar ausgebracht.

Ab dem 11. Oktober werden wieder Privat- und TBR-Wälder an der Neyetalsperre gekalkt.

Trotz aller erfolgreichen Anstrengungen zur Luftreinhaltung, unter anderem durch Abgaskatalysatoren, Rauchgasentschwefelung, Rußpartikelfilter, sind die Schadstoffeinträge aus der Luft, vor allem an Stickoxiden und Feinstäuben, nach wie vor viel zu hoch.

Im Rahmen der seit etwa 30 Jahren turnusmäßig durchgeführten Bodenschutzkalkungen soll die weiter voranschreitende Bodenversauerung der Waldböden daher sukzessive kompensiert werden. Dies dient neben dem eigentlichen Schutz der Wälder vor allem auch dem Boden- und damit dem Trinkwasserschutz. 

Die ausgebrachte Menge von drei Tonnen je Hektar ist in Anbetracht der gemessenen Bodenversauerung eine eher homöopathische Dosis. Eine nachhaltige Verringerung der Bodenversauerung, die durch den sogenannten pH-Wert ausgedrückt wird, kann nur durch über Jahrzehnte kontinuierlich wiederkehrende Maßnahmen erreicht werden und durch die weitere Verringerung der Schadstoffeinträge erfolgreich wirken.

Vor dem Hintergrund des Klimawandels und des dadurch erforderlichen ökologischen Waldumbaus werden alle Anstrengungen konsequent fortgesetzt, aufgerissene oder labile Waldbestände im Zuge der Kompensationskalkung zu revitalisieren. Ansonsten sind langfristige Störungen des Ökosystems Wald und für Böden, Grund- und Oberflächengewässer zu befürchten.

Mit der Bodenschutzkalkung kann insofern eine weitere Verschlechterung des Bodenzustands verhindert werden und die Wälder werden langfristig wieder stabiler. 

Das Stadtforstamt der Technischen Betriebe Remscheid weist darauf hin, dass es in der angegebenen Zeit in den betreffenden Waldgebieten zu Belästigungen durch Staub und Lärm kommen kann und bittet die Waldbesucher daher um Verständnis. Die entsprechenden Gebiete werden durch Schilder besonders gekennzeichnet. 

Die Maßnahme wird maßgeblich finanziell unterstützt durch Fördermittel des Landes NRW, vom Bund und der EU.

Ansprechpartner:

TBR-Forstrevier Ost/Neyetal, Volker Leipzig, Tel. 0151-14738259 (Email: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik). 

Weitere Informationen zur Bodenschutzkalkung im Wald unter anderem hier:


04.10.2017
 

Pressestelle

Frau Viola Juric