Naturschutzgeb. Unteres Morsbachtal mit Hölterfelder Siefen

Bachlauf

Das Naturschutzgebiet Unteres Morsbachtal mit Hölterfelder Siefen und Fürberger Bachtal unterliegt seit dem 15.11.2001 dem Veränderungsverbot. Es weist eine Größe von 36,07 ha, verteilt auf drei Teilbereiche, auf. Bei dem Hölterfelder Siefen im nördlichen Bereich handelt es sich um ein strukturreiches, steiles und tief eingeschnittenes Bachtal, das von einem Quellsiefen durchflossen wird. An den Talhängen stocken überwiegend naturnahe Laubwaldbestände (zum Teil ehemaliger Niederwald). Bachbegleitend befindet sich eine schmale Feuchtgrünlandbrache. Südlich davon liegt das Fürber­ger Bachtal und der Fürsiefen. Der Fürsiefen durchfließt überwiegend mit Laubwald bestandene Bereiche, während es sich bei dem Fürberger Bachtal um ein offenes Wiesental mit einem der größten Magergrünlandkomplexe Remscheids han­delt. Aufgrund der fehlenden Bewirtschaftung verbrachen größere Teilbereiche inzwischen.

Bachlauf

Das untere Morsbachtal zeichnet sich insbesondere durch einen hohen Struktur­reichtum aus. Im Talbereich befinden sich Auwaldreste, zum Teil mit Tümpel, Nass- und Feuchtgrünland und bachbegleitende Gehölzstreifen aus Erlen und Eschen. An den Steilhängen des Talrandes stocken Eichen-Hainbuchen- oder Buchen-Eichen-Ahorn-Bestände. Es handelt sich um den naturnahesten Abschnitt des Morsbaches. Er fließt hier in weiten Schlingen, bildet Steilufer, Kolke und lokal auch Schotterbänke aus.

Wald

Die Schutzausweisung erfolgt insbesondere zur Erhaltung und Sicherung der naturnahen Bäche und des naturnahen Abschnittes der Morsbachaue, der Quellen und der bachbegleitenden Grünland­flächen. Die strukturreichen Talabschnitte mit unverbauten Bachstrecken und ihrer unverbauten Auen sollen erhalten, gesichert und optimiert sowie fließgewässerdynamische Prozesse gefördert werden. Weiterhin dient der Schutz der Erhaltung der Biotopverbundfunktion, denn insbesondere das Morsbachtal stellt eine regional bedeutsame Biotopverbundachse im Gebietsentwicklungsplan dar. Zudem kommen in dem Naturschutzgebiet seltene und gefährdete Biotoptypen sowie Tier- und Pflanzenarten vor, die durch die Schutzausweisung vor Beeinträchtigungen geschützt werden sollen. Auch die vielfältigen geologischen und morphologischen Besonderheiten, zum Beispiel die Holzer Klippen und die eiszeitliche Mittel- und Niederterrasse des Morsbaches, sollen erhalten und gesichert werden.

 

Kontakt

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