Fairtrade - Fairer Handel

Fair Trade - gerechter Handel

Fairer Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte Produzentinnen und Produzenten, Arbeiterinnen und Arbeiter – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung. Fair-Handels-Organisationen engagieren sich (gemeinsam mit Verbraucherinnen und Verbrauchern) für die Unterstützung der Produzent/innen, die Bewusstseinsbildung sowie die Kampagnenarbeit zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels.“
Gemeinsame Definition und Vereinbarung der vier internationalen Dachorganisationen des fairen Handels (FLO, WFTO, NEWS!(2008 aufgelöst) und FINE)

Dies bedeutet vor allem, gerechte Bezahlung der Produzenten und kurze Handelsketten, damit eine wirtschaftliche und soziale Existenz der produzierenden Menschen dauerhaft und langfristig gewährleistet ist. Der Qualität des Produktes kommt dies zu Gute, denn Investitionen in bessere Anbau- und Produktionsbedingungen nicht zuletzt durch einen besseren Bildungsstand werden so erst möglich.

Und längst gilt dies nicht mehr nur für die „Länder des Südens“ mit klassischen Produkten wie Kaffee und Bananen, sondern auch für Produzenten der „Länder des Nordens“ wie deutsche Milchbauern, die Teil des fairen Handels geworden sind.

Der Faire Handel

  • schafft Marktzugang für benachteiligte Produzentinnen und Produzenten,
  • unterhält langfristige, transparente und partnerschaftliche Handelsbeziehungen und schließt unfairen Zwischenhandel aus,
  • zahlt den Produzentinnen und Produzenten faire Preise, die ihre Produktions- und Lebenshaltungskosten decken, und leistet auf Wunsch Vorfinanzierung,
  • stärkt die Position und sichert die Rechte von Arbeiterinnen und Arbeitern, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sowie ihrer Organisationen im Süden,
  • trägt zur Qualifizierung von Produzent/innen und Handelspartnern bei,
  • gewährleistet bei der Produktion die Einhaltung der acht ILO-Kernarbeitsnormen,
  • sichert die Rechte von Kindern und fördert die Gleichberechtigung von Frauen,
  • fördert den Umweltschutz, z. B. in Form der Umstellung auf biologische Landwirtschaft,
  • leistet Bildungs- und politische Kampagnenarbeit, um die Regeln des Welthandels gerechter zu gestalten,
  • stellt durch Überprüfungsmechanismen sicher, dass diese Kriterien eingehalten werden.

 

Siegel, Label, Zertifizierung

Inzwischen bestehen eine Vielzahl an Kennzeichnungen und Zertifizierungen, die unterschiedliche Bedingungen für faire Produkte und fairen Handel setzen. Teilweise wird der ökologische Anbau ebenfalls als Voraussetzung für gute Arbeitsbedingungen hinzugenommen.

Die Verbraucher haben wie bei vielen anderen Produkten auch die Wahl, wie konsequent ihr Einkauf die Produzenten unterstützen soll und können sich online vorab informieren.

 

Kampagne Fairtrade Town

Der deutsche Verein Transfair e.V. lobt seit einigen Jahren die Vergabe des Titels „Fairtrade Town“ aus. Seit Dezember 2016 trägt auch Remscheid diesen Titel.

Kampagne Fairtrade-Schools

Auch Schulen können sich zertifizieren lassen und so ihr Engagement unterstreichen. In Remscheid gibt es an mehreren Schulen z.B. fair gehandelte Produkte und faire Schul-T-Shirts. Es bestehen bereits zertifizierte Fairtrade-Schools und weitere sind auf dem Weg.

 

Kontakt

+49 (2191) 16 2826
 
 

Siegel, Label, Zertifizierung