European Energy Award

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Der European Energy Award ist ein europaweites Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren für Städte und Gemeinden, die durch den effizienten Umgang mit Energie und der verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energieträgern einen Beitrag zu einer zukunftsverträglichen Entwicklung unserer Gesellschaft geleistet haben und zukünftig weiterhin leisten wollen.

Bereits in den Jahren 2002 – 2008 hat Remscheid am Verfahren teilgenommen und wurde 2003 und 2007 ausgezeichnet.

Der Rat der Stadt Remscheid hat am 18.06.2015 den Wiedereinstieg in das Verfahren des eea entschieden und die notwendigen Gelder für die Teilnahme bereitgestellt.

Beschreibung des Systems

Der European Energy Award (eea) ist ein Instrument zur fortlaufenden Steuerung und Kontrolle klimabedingter Aufgaben auf kommunaler Ebene. Im Rahmen des Prozesses werden zunächst lokale Möglichkeiten und Potenziale ermittelt. Auf Basis dieser Analyse erfolgt die Umsetzung von sinnvollen Aktivitäten und Projekten. Jährlich werden die Erfolge überprüft und die dementsprechende Arbeitsweise angepasst oder weitere Maßnahmen erstellt.
Für den Ablauf des Prozesses orientiert sich der eea an einem Managementzyklus und wiederholt im regelmäßigen Rhythmus die Schritte „Analysieren-Planen-Durchführen-Prüfen-Anpassen“, um die Energie- und Klimaschutzmaßnahmen fest in der kommunalen Arbeit zu verankern. Er reaktiviert und integriert bereits vorhandene Aktivitäten und initiiert neue Maßnahmen sowie einen ständigen Verbesserungsprozess in der Kommune.
Dabei wird Remscheid von einem speziell geschulten und akkreditierten eea-Berater unterstützt.

Förderung durch das Land NRW

Der Zuwendungsbescheid für dieses vom Land NRW geförderte Projekt mit einer Laufzeit vom 01.10.2015 – 30.09.2019 liegt vor. Für Remscheid ergibt sich mit dem eea erneut die Chance, den kommunalen Klimaschutz ganzheitlich in der Stadtverwaltung zu betrachten und notwendiges Wissen und Handeln zu implementieren.

europaweites System

Der European Energy Award ist ein europaweites Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren für Städte und Gemeinden, die durch den effizienten Umgang mit Energie und der verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energieträgern einen Beitrag zu einer zukunftsverträglichen Entwicklung unserer Gesellschaft geleistet haben und zukünftig weiterhin leisten wollen.

eea in Remscheid

eea-Auftakt am 01.12.2015

Mit der Teilnahme am eea verfolgt die Stadt Remscheid die Ziele, Optimierungspotenziale zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Minderung der Kohlendioxid-Emissionen zu identifizieren. Das Verfahren zum eea besteht aus einer Bestandsaufnahme und einer Katalogisierung potenzieller zukünftiger Maßnahmen zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz in den folgenden Handlungsfeldern:

  • Kommunale Entwicklungsplanung und Raumordnung
  • Kommunale Gebäude und Anlagen
  • Ver- und Entsorgung
  • Mobilität
  • Interne Organisation
  • Externe Kommunikation und Kooperation
Energie-Team am 22.06.2016 vor dem Remscheider Rathaus

Zuständig für die Durchführung des eea-Prozesses ist das Energie-Team. Da Energie und Klimaschutz in der Stadtverwaltung fachbereichs- und dezernatsübergreifend bearbeitet wird, wurde ein Energie-Team gegründet, in dem Vertreterinnen und Vertreter der Fachbereiche und Institutionen vertreten sind, die sich mit den energie- und klimaschutzrelevanten Themen befassen. Die Mitglieder des Energie-Teams in Remscheid kommen aus folgenden Arbeitsfeldern: Umwelt, Gebäudemanagement, Stadtentwicklung, Verkehrsplanung, Technische Betriebe Remscheid, EWR GmbH, Stadtwerke Remscheid und Wupperverband.

Auf dem Foto sind zu sehen:

  • vorne: Udo Wilde (Technische Betriebe Remscheid)
  • 2. Reihe: Igor Coso (EWR GmbH), Oliver Neugebauer (Verkehrsplanung)
  • 3. Reihe: Mike Giera (EWR GmbH), Matthias Bioloy (Stadtwerke Remscheid), Dirk Salomon (Wupperverband)
  • 4. Reihe: Wolfgang Putz (Umwelt), Monika Meves (Umwelt), Daniela Diez (Gebäudemanagement), Reiner Tippkötter (Berater), Wolfgang Künz (Gebäudemanagement), Andreas Knappe (Stadtplanung)
Los ging es für das Energie-Team bei der Auftaktveranstaltung am 1. Dezember 2015. An dem Termin fand auch die erste Sitzung des Energie-Teams statt. Zur Information finden Interessierte die Präsentationen des eea-Beraters in der rechten Spalte.

Die Koordinierung des Verfahrens erfolgt durch den Fachdienst Umwelt.

Im Beurteilungszeitraum 2017/2018 hat die Stadt insgesamt ein Ergebnis von 65 Prozent der möglichen Bewertungspunkte erreicht. Seit Beginn des Verfahrens ist eine leichte Verbesserung der Bewertung von 61 auf 65 Prozentpunkte festzustellen. Diese Ergebnisse wurden in den einzelnen Bereichen ermittelt:
  • Kommunale Entwicklungsplanung und Raumordnung: 69%
  • Kommunale Gebäude und Anlagen: 71%
  • Ver- und Entsorgung: 75%
  • Mobilität: 43%
  • Interne Organisation: 79%
  • Externe Kommunikation und Kooperation: 66%
Die parlamentarischen Gremien wurden über den Stand der ersten Beurteilungsperiode informiert. Die Beschlussvorlage 15/3066 ist rechts zur Information beigefügt. Ein weiteres Arbeitsprogramm, das die Verwaltung sich im Klima- und Energiebereich vorgenommen hat, ist in der parlamentarischen Beratung und soll im Juli 2018 beschlossen werden. Die Beschlussvorlage 15/4941 ist ebenfalls rechts zu finden.
Die Arbeit des Energie-Teams wird politisch begleitet von einer interfraktionellen Arbeitsgruppe. Der Rat hat in seiner Sitzung am 26.11.2015 die Besetzung mit Mitgliedern der Ratsfraktionen und Ratsgruppen beschlossen. In der rechten Spalte gibt es einen Link zur Kontaktdatenliste.