Klimaanpassung von Unternehmen

Auch für die Industrie- und Gewerbebetriebe im Bergischen Land spielen der Klimawandel und seine Folgen eine Rolle, da sich Gewerbebetriebe künftig über ihre Anfälligkeit gegenüber unvermeidbaren Klimafolgen Gedanken machen müssen. Insbesondere extreme Wetterlagen wie Starkniederschläge, Stürme und Hitzewellen werden künftig häufiger und intensiver werden. Durch eine frühzeitige Anpassung an diese Folgen können Unternehmen die Prozess- und Standortsicherheit erhöhen und Schadens- und Liquiditätsrisiken vermindern.
Die Anfälligkeit eines Gewerbebetriebes gegenüber Wetterextremen ist allerdings je nach Branche unterschiedlich und abhängig von der Lage, den baulichen Eigenschaften und den Lieferkettenbeziehungen eines Betriebes. Unsichere Klimaprognosen, fehlende Ressourcen und mangelndes Wissen über Anpassungsoptionen erschweren häufig unternehmerische Investitionsentscheidungen zur Risikovorsorge.

Leitfaden "Gewerbeflächen im Klimawandel"

Ein Leitfaden und ein Online-Anfälligkeits-Check helfen bei der Beurteilung der Klimaempfindlichkeit bzw. Wetterrobustheit von Standorten. Sie ermöglichen Gewerbetreibenden praxisnah eine erste Einschätzung ihrer Situation, zeigen auf, mit welchen Vorsorgemaßnahmen ihr Risiko reduziert werden kann und welche Chancen sich aus einer solchen Anpassung für die Unternehmen ergeben.

So ist auf der Homepage des Projektes ein „Anfälligkeits-Check“ zu finden. Dabei können Unternehmen mit der Beantwortung von 26 einfachen Fragen sofort ihre Betroffenheit und Anfälligkeit für die Folgen des Klimawandels feststellen. Außerdem erhalten sie jeweils Tipps zur Anpassung.

Karten für Starkregenereignisse

Intensive Regenereignisse, die lokal begrenzt innerhalb kurzer Zeit abregnen, werden Starkregen genannt. Diese Starkregenereignisse kommen in der letzten Zeit häufiger vor. Folgen können wild abfließendes Oberflächenwasser bis hin zu sogenannten Sturzfluten sein, die zu erheblichen Schäden führen können. Im Gegensatz zu Hochwasser an Flüssen ist der genaue Ort und Zeitpunkt von Sturzfluten in Folge von Starkregen kaum vorhersagbar.

Im Internet sind im städtischen Geodatenportal Karten veröffentlicht, die allen Gebäudebesitzern anzeigen, ob und wie sie betroffen sein könnten von einem Starkregenereignis.

Informationen zur Klimaanpassung in Bauprojekten

Um die Folgen der Klimaänderungen für den Menschen beherrschbar zu gestalten, ist ein Handeln auf allen Ebenen erforderlich – weltweit, national und vor Ort. Die Stadt Remscheid bemüht sich um den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel durch eine Vielzahl von Projekten, ist aber auch auf die Aktivitäten und das Handeln anderer Akteure wie beispielsweise Investoren in Bauprojekten angewiesen. Mit dem Faltblatt „Klimaanpassung in Bauprojekten“ sollen Unternehmen für einen aktiven Klimaschutz gewonnen werden. Aktiver Klimaschutz führt zu einem verminderten Ausstoß von Treibhausgasemissionen und damit nicht zu einem weiter voranschreitenden Klimawandel. Ein Faltblatt finden Interessierte in der rechten Spalte.