Buchstabe G

Gewalt in der Familie - Häusliche Gewalt- Misshandlung

Von häuslicher Gewalt spricht man bei Gewalttaten zwischen Menschen, die in einem Haushalt zusammen leben. Daher fallen unter diesen Oberbegriff nicht nur die Gewalt in Paarbeziehungen (vor, während oder nach der Trennung), sondern auch Gewalt gegen Kinder, Gewalt von Kindern gegenüber ihren Eltern, Gewalt zwischen Geschwistern und Gewalt gegen im Haushalt lebende ältere Menschen.

Es wird in der soziologischen und sozialpsychologischen Forschung unterschieden zwischen körperlicher, sexueller, psychischer und ökonomischer Gewalt.

Ansprechpartner in o.g. Situationen kann die Polizei sein oder:


Gewaltfreie Erziehung

"Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig." So steht es im Paragraph 1631 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuch. Damit werden sowohl die Kinder selbst als auch die Erwachsenen direkt angesprochen. Allen Kindern wird ein Recht auf die Erfahrung eingeräumt, dass ein Zusammenleben in der Familie auch in Konfliktsituationen ohne Gewaltanwendung möglich ist. Alle Erwachsenen werden verpflichtet, ihre Verantwortung für die Kindererziehung ohne den Einsatz von Gewalt wahrzunehmen und zu erfüllen. Was im Kindergarten, in der Schule und der Berufsausbildung schon lange gilt und sich bewährt und durchgesetzt hat, gilt nun ohne Einschränkung überall dort, wo Kinder erzogen werden - also auch in der Familie. Damit werden an Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und alle übrigen Erziehungsberechtigten bei der Erziehung von Kindern dieselben Ansprüche gestellt, was das Verständnis und die Sorge füreinander angeht.


Gewaltschutzgesetz

Das Gewaltschutzgesetz (Gesetz zum zivilrechtlichen Schutz vor Gewalttaten und Nachstellungen sowie zur Erleichterung der Überlassung der Ehewohnung bei Trennung) ist seit dem 01.01.2002 in Kraft und ermöglicht den Zivilgerichten, gegen gewalttätige oder gewaltbereite Mitbewohner ein zeitlich befristeter (verlängerbarer) Verweis aus der Wohnung im Eilverfahren zu verhängen. Die Maßnahme ist sowohl in Bezug auf Eheleute als auch andere Wohngemeinschaften und Lebenspartnerschaften möglich.

Das Gewaltschutzgesetz bietet damit der Person, deren Körper, Gesundheit oder Freiheit durch eine andere Person vorsätzlich und widerrechtlich verletzt wurde, die Möglichkeit, bei Gericht Maßnahmen zur Abwendung weiterer Verletzungen, zu beantragen.

Zu diesen Maßnahmen gehört z. B. die Anordnung des Gerichts, dass der Täter es unterlässt, die Wohnung der verletzten Person zu betreten (vgl. §§1 Gewaltschutzgesetz).
Das Gesetz enthält aber auch die Möglichkeit, die Unterlassung von Belästigungen und Nachstellungen über Brief- und/oder Telefonterror und dem sog. "Stalking" anzuordnen.

http://bundesrecht.juris.de/gewschg/

Notfallnummern

 

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