Buchstabe I

Inklusion

Das Wort "Inklusion" (lat. Inclusio = Einschluss) bedeutet Einbeziehung, Dazugehörigkeit und tritt als Fachbegriff z.B. in der Soziologie (soziale Inklusion) und der Pädagogik (inklusive Pädagogik) auf.

Soziale Inklusion wird erreicht, wenn jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollen Umfang an ihr teilzuhaben (z.B. Teilhabe von behinderter Menschen).

Inklusive Pädagogik beschreibt ein Bildungs- und Erziehungssystem, das den Bedürfnissen der Schülergesamtheit insoweit gewachsen sein soll, dass es für alle konzipiert ist und in der kein Kind ausgesondert wird, weil es den Anforderungen der Schule nicht entsprechen kann.


Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen

In § 42 SGB VIII ist festgelegt, in welchen Fällen das Jugendamt dazu berechtigt und verpflichtet ist, ein Kind oder einen Jugendlichen in seine Obhut zu nehmen. Es gibt drei Grundbedingungen, die zu einer Inobhutnahme führen können:

  1. das Kind oder der Jugendliche bittet um Obhut oder
  2. eine dringende Gefahr für das Wohl des Kindes oder Jugendlichen machen die Inobhutnahme erforderlich und
    • die Personensorgeberechtigen widersprechen nicht oder
    • eine Entscheidung des Familiengerichts kann nicht rechtzeitig eingeholt werden
  3. ein ausländisches Kind oder Jugendlicher kommt unbegleitet nach Deutschland und weder Personensorge- noch Erziehungsberechtige/r halten sich in Deutschland auf.

Die Inobhutnahme berechtigt das Jugendamt, das Kind oder den Jugendlichen bei einer geeigneten Person (z.B. der Oma), in einer geeigneten Einrichtung (z.B. in einer Gruppe in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung) oder in einer sonstigen Wohnform vorläufig unterzubringen.

Bei einer dringenden Gefahr für das Wohl des Kindes oder des Jugendlichen kann das Jugendamt das Kind oder den Jugendlichen auch von einer anderen Person wegnehmen.

Das Jugendamt muss zusammen mit dem Kind oder dem Jugendlichen die Situation klären, die zur Inobhutnahme geführt hat und Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung aufzeigen.

Das Jugendamt muss die Personensorge- oder Erziehungsberechtigten unverzüglich über die Inobhutnahme informieren und mit diesen gemeinsam das Gefährdungsrisiko für das Kind oder den Jugendlichen abschätzen.

Sind die Personensorge- oder Erziehungsberechtigten mit der Inobhutnahme nicht einverstanden, muss das Jugendamt das Kind oder den Jugendliche diesen sofort übergeben, aber nur dann, wenn:

  • nach Einschätzung des Jugendamtes eine Gefährdung des Kindeswohls nicht besteht oder
  • die Personensorge- oder Erziehungsberechtigten bereit und in der Lage sind, die Gefährdung abzuwenden.

Besteht weiterhin eine Kindeswohlgefährdung und sind Personen- oder Erziehungsberechtigte nicht dazu bereit oder dazu in der Lage, diese Gefahr abzuwenden, muss das Jugendamt eine Entscheidung des Familiengericht über die erforderlichen Maßnahmen zum Wohl des Kindes oder des Jugendlichen herbeiführen.

Sind die Personensorge- oder Erziehungsberechtigten mit der Inobhutnahme einverstanden, muss unverzüglich ein Hilfeplanverfahren zur Gewährung einer Hilfe eingeleitet werden.

Für die Inobhutnahme ist in Remscheid der

zuständig.

Integration

Integration steht für "Herstellung eines Ganzen" und beschreibt aus soziologischer Sicht einen dynamischen, lange andauernden und sehr differenzierten Prozess des Zusammenfügens und Zusammenwachsens gesellschaftlicher Gruppierungen. Dieser Begriff wird meistens gebraucht im Zusammenhang mit der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Dies meint dann den Prozess der Annäherung, der gegenseitiger Auseinandersetzung, der Kommunikation, dem Finden von Gemeinsamkeiten, dem Feststellen von Unterschieden und der Übernahme gemeinschaftlicher Verantwortung von "Einheimischen" und "Migranten". Integration erfolgt im Wesentlichen durch die Sprache.

Integrationshelfer

Ein Integrationshelfer, auch Schulbegleiter, ist eine langfristig eingesetzte Eingliederungshilfe. Er unterstützt Kinder mit Körperbehinderung, geistiger Behinderung oder seelischen Behinderung/psychischer Störung, die an einer allgemeinen Schule, in Ausnahmefällen auch an einer Förderschule, unterrichtet werden.

Voraussetzung für eine Förderung des Einsatzes eines Integrationshelfers gemäß § 35a SGB VIII durch die Jugendhilfe ist eine (drohende) Beeinträchtigung der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft.

Individuelle Beratung sowie weitere Informationen zur Antragstellung  sind erhältlich beim


Internet und Kinder

Grundsätzlich bietet das Internet unseren Kindern den Zugang zur virtuellen Welt der Informationen und der neuen Kommunikationsmöglichkeiten. Auch für Schule und Ausbildung sind diese Kenntnisse und der Umgang mit dem Medium von hoher Bedeutung. Außerdem macht es Spaß und ist unterhaltend.

Kinder und Jugendliche nutzen die vielfältigen Möglichkeiten des weltweiten Netzes genauso wie Erwachsene. Kinder sind experimentierfreudig. Sie saugen Informationen auf und werden von ihnen beeinflusst. Besonders gefährdende Inhalte wie beispielsweise Pornografie, Gewaltexzesse, Rassismus oder Volksverhetzung können das Weltbild von Kindern und Jugendlichen jedoch schädigend prägen.

Grundsätzlich gilt: Üben Sie mit Ihrem Kind einen verantwortlichen Umgang mit dem Internet. Werfen Sie gelegentlich einen Blick auf den Bildschirm, wenn Ihr Kind am PC sitzt. So bekommen Sie einen Eindruck davon, womit sich Ihr Kind gerade beschäftigt.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat Broschüren für Eltern, Pädagogen und für Kinder veröffentlicht mit Anregungen zum Umgang mit dem Internet. Diese Broschüren sind als pdf-Dateien erhältlich, können aber auch bestellt werden.

www.jugendschutz.net/materialien/netz_fuer_kinder.html

Notfallnummern

 

Von A bis Z