Buchstabe K

KiBiz (Kinderbildungsgesetz NRW)

Am 1. August 2008 ist das "Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern", das Kinderbildungsgesetz, kurz "KiBiz" genannt, in NRW in Kraft getreten. Damit werden Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege neu geregelt.

Die individuelle, altersgerechte und frühe Förderung - auch Sprachförderung - von Kindern wird in den Mittelpunkt der Kinderbetreuung gestellt. Die deutsche Sprache soll bei der Einschulung so beherrscht werden, dass jedes Kind dem Unterricht von Anfang an ohne Probleme folgen kann. Kein Kind darf bei der Aufnahme in den Kindergarten diskriminiert werden. Kinder mit und ohne Behinderungen sollen nach Möglichkeit gemeinsam gefördert werden. Der Gesundheitsschutz von Kindern soll so gestärkt werden, dass auf Vernachlässigung und Kindesmisshandlung frühzeitig reagiert werden kann. Die Zusammenarbeit mit den Eltern, den Grundschulen und anderen Einrichtungen wird geregelt, auch die Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren.

Die Eltern können beim Abschluss eines Betreuungsvertrages zwischen drei Betreuungszeiten, nämlich 25 oder 35 oder 45 Stunden wöchentlich wählen, wenn die jeweiligen Betreuungszeiten als Ergebnis der kommunalen Jugendhilfeplanung von der Einrichtung als bedarfsgerecht angeboten werden. Das gebuchte Stundenkontingent entscheidet über die Beitragshöhe. Dabei soll ein Ganztagsplatz in einer Kindertagesstätte nicht am Einkommen scheitern. Eine Beitragsstaffelung sieht u.a. auch die Beitragsbefreiung für finanzschwache Eltern vor.


Kinderärzte (Pädiater)

Die Online-Suche der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) ermöglicht eine komfortable Suche nach Ärzten und Psychotherapeuten in Wohnortnähe. Durch Eingabe von Kriterien wie Fachgebiet, Ort oder Name findet man schnell zur gewünschten Auskunft.

Die KVNO bietet entsprechende Auskünfte auch über die kostenlose Servicehotline 0800-6224488 (Mo.– Do.  8-17 Uhr, Fr. 8-13 Uhr)

Kinderärzte (KVNO)


Kinderbetreuung

Der Begriff Kinderbetreuung fasst alle pflegenden, beaufsichtigenden, erzieherischen und bildenden Tätigkeiten zusammen, mit denen sich Erwachsene Kindern zuwenden. Kinderbetreuung erfolgt meist zuerst in der Familie, später und zunehmend in Formen öffentlicher oder privat organisierter Kindertagesbetreuung z.B. in Kindertagesstätten, Spielgruppen, Kindertagespflege oder Schulkinderbetreuungen.

Ein bedarfsgerechtes Angebot zur Kinderbetreuung trägt wesentlich zu einem familienfreundlichen und zukunftsfähigen Gemeinwesen bei, denn eine gute Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit bietet einen zunehmend wichtigen Standortvorteil für Kommunen, Kreise und Regionen.

Mit einem breit gefächerten und pädagogisch qualifizierten Angebotsspektrum an Kinderbetreuungen möchte die Stadt Remscheid den Familien ermöglichen, das für sie "passende Betreuungsangebot" auszuwählen. Umfangreiche Betreuungsmöglichkeiten für Kinder im Alter von wenigen Monaten bis zum Ende der Grundschule werden u.a. in

bereitgestellt.

Für alle Formen der Kinderbetreuung wird ein kommunaler Elternbeitrag erhoben, der einkommensabhängig gestaffelt ist.

Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen
Frau Rehrmann, Frau Sülberg
Alleestraße 66
42853 Remscheid
Telefon 02191 / 16 - 33 07, 02191 / 16 - 35 17
geschützte E-Mail-Adresse als Grafik, geschützte E-Mail-Adresse als Grafik
Sprechzeiten Montag - Mittwoch von 9.00 - 12.30 Uhr und 13.00 - 15.00 Uhr.


Kindergeld

Kindergeld ist eine finanzielle staatliche Leistung an Erziehungsberechtigte und wird einkommensunabhängig gewährt. Es ist nach der Zahl der Kinder gestaffelt und beträgt:

  • für das erste und zweite monatlich 184 Euro
  • für das dritte Kind monatlich 190 Euro
  • für das vierte und jedes weitere Kind monatlich 215 Euro

Kindergeld gibt es:

  • für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr
  • für Kinder in Ausbildung bis zum 25. Lebensjahr
  • für arbeitslose Kinder bis zum 21. Lebensjahr
  • für behinderte Kinder ohne Altersbegrenzung

Für ein Kind über 18 Jahre entfällt das Kindergeld, wenn das Kindeseinkommen mehr als 7.680 Euro im Jahr beträgt.

Das Kindergeld wird an die Person ausgezahlt, in deren Obhut sich das Kind befindet. Lebt das Kind mit beiden Eltern zusammen, können diese bestimmen, wer von ihnen das Kindergeld erhalten soll. Geringer verdienende Eltern haben die Möglichkeit einen Kindergeldzuschlag zu beantragen.

Beantragt wird das Kindergeld bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit.

Die für Remscheid zuständige Familienkasse befindet sich in Wuppertal:
Familienkasse Wuppertal
Hünefeldstraße 10a
42285 Wuppertal
Fax: 0202 / 2828525
geschützte E-Mail-Adresse als Grafik.


Kindergeldzuschlag

Kindergeldzuschlag ist für gering verdienende Eltern gedacht, die mit ihren Einkünften ihren eigenen Unterhalt finanzieren, aber nicht für den Unterhalt ihrer Kinder aufkommen können. Diese Eltern wären ohne den Kindergeldzuschlag auf ergänzende Unterstützung durch das Arbeitslosengeld II angewiesen.

Auch hier muss der Antrag bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit gestellt werden (siehe Kindergeld).


Kinder- und Jugendförderplan

Für die Förderung der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes muss durch den örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe (die Kommune oder den Kreis) auf der Grundlage der kommunalen Jugendhilfeplanung ein Förderplan erstellt werden, der für jeweils eine Wahlperiode festgeschrieben wird.

Die Festschreibung bedeutet in fachlicher Hinsicht die Verpflichtung für die Stadt, die genannten Handlungsfelder durch geeignete Angebote und Maßnahmen zu gestalten, um den gesetzlichen Auftrag der Förderung von Kindern und Jugendlichen zu erfüllen.

Der Kinder- und Jugendförderplan ist damit die Basis für die Entwicklung und Durchführung von Angeboten der Jugendverbandsarbeit, der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes. Dazu gehören im einzelnen u. a. Jugendzentren, Erholungsmaßnahmen, Freizeiten, Begleitung des Jugendrates, Streetwork, Veranstaltungen (vor allem Kinderstadt, Zirkusferien, Jugendkulturfestival).

Mit der Festschreibung in finanzieller Hinsicht verpflichtet sich die Stadt als örtlichem Träger der öffentlichen Jugendhilfe, die erforderlichen Haushaltsmittel bereitzustellen, damit die Angebote realisiert werden können.

Der kommunale Kinder- und Jugendförderplan ist auch Voraussetzung für die Förderung von Projekten und Maßnahmen durch das Land.

Angebote und Maßnahmen werden sowohl durch die Stadt Remscheid - Fachbereich Jugend, Soziales und Wohnen - durchgeführt als auch durch Träger der freien Jugendhilfe. Die Förderung der Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen erfolgt daher in einem abgestimmten Miteinander der vor Ort beteiligten Institutionen und Fachkräfte.

Die Ausgestaltung der Arbeit des Jugendamtes und der Zusammenarbeit mit den Trägern der freien Jugendhilfe erfolgt durch die Verwaltung unter Berücksichtigung der Satzung für das Jugendamt der Stadt Remscheid.


Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG)

Das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) trat 1991 als "Gesetz zur Neuordnung des Kinder- und Jugendhilferechts" in Kraft und löste das bis dahin geltende Jugendwohlfahrtsgesetz (JWG) ab. Die wesentlichen Bestimmungen finden sich im Artikel 1 und bilden als Achtes Sozialgesetzbuch die gesetzliche Grundlage für sämtliche Leistungen und Aufgaben im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.


Kindertagespflege

Kindertagespflege ist ein gleichrangiges Angebot neben der Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen.

In der Regel werden Kinder im Alter von 0-3 Jahren in der Wohnung/dem Haus der Tagesmutter oder in anderen angemessenen Räumlichkeiten betreut. Sie werden von den Eltern gebracht und wieder abgeholt.

Die Tagesmutter muss im Besitz einer Pflegeerlaubnis durch das Jugendamt sein. Voraussetzung für deren Erteilung ist eine fachliche Qualifikation im Bereich Kindertagespflege, die persönliche Eignung im Umgang mit Kindern und der Nachweis von angemessenen Räumlichkeiten.

Die Pflegeerlaubnis berechtigt die Tagesmutter, je nach räumlichen Gegebenheiten, bis zu fünf Kinder gleichzeitig zu betreuen.

Die individuelle Förderung, die familienähnliche Betreuungssituation und eine hohe zeitliche Flexibilität der Tagesmütter (Betreuungszeiten sind etwa ab 6.30 Uhr und bis ca. 18.30 Uhr möglich) sind ein wesentlicher Vorteil gegenüber der Betreuung in einer Kindertagesstätte.

Die Kinderbetreuung muss nicht an jedem Tag in der Woche in Anspruch genommen werden, sondern kann entsprechend dem individuellen Bedarf der jeweiligen Familie angepasst werden.

Kindertagespflege soll ein auf Dauer angelegtes Betreuungsverhältnis sein, so dass sich eine Beziehung zwischen dem Kind und der Tagesmutter aufbauen kann, die die Entwicklung des Kindes fördert und unterstützt. Dabei ist der Kontakt zu den Eltern und deren Einbeziehung wesentlicher Bestandteil der Arbeit.

Per Definition spricht man von Kindertagespflege bei einem Betreuungsverhältnis von mehr als 15 Betreuungsstunden in der Woche über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten gegen Entgelt (privat 4-5 € pro Betreuungsstunde oder Elternbeitrag für die Inanspruchnahme von Kindertagespflege).

Die betreuten Kinder sind auf dem Weg zur Tagesmutter, in der gesamten Zeit dort, also auch auf Spielplätzen, im Garten, beim Einkaufen usw. und dem Nachhauseweg über die Landesunfallkasse versichert.

Ansprechpartnerinnen für Familien bei der Vermittlung von qualifizierten Tagesmüttern sind
Frau Rehrmann, Frau Sülberg
Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen
Alleestraße 66
42853 Remscheid
Telefon 02191 / 16 - 33 07, 02191 / 16 - 35 17
geschützte E-Mail-Adresse als Grafik, geschützte E-Mail-Adresse als Grafik
Sprechzeiten Montag - Mittwoch von 8.15 - 12.15 Uhr und nach Vereinbarung.

Bei Interesse, als Tagesmutter tätig zu werden, erhalten Sie ebenfalls nähere Informationen bei Frau Rehrmann oder Frau Sülberg.


Kindeswohl - Kindesschutz

siehe Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung


Kindeswohlgefährdung

Von einer Kindeswohlgefährdung spricht man bei Vernachlässigung, bei physischer (körperlicher), bei psychischer (seelischer) und/oder sexueller Misshandlung.

Vernachlässigung kann bei fehlender vitaler, sozialer, emotionaler und ärztlicher Versorgung des Kindes entstehen. Erscheinungsformen von Vernachlässigung sind u.a. unzureichende Ernährung, unhygienische und karge Bekleidung, fehlendes Mobiliar und Wohnraum, mangelnde Hygiene und unzureichende Betreuung und Zuwendung.

Körperliche Misshandlung umfasst alle gewaltsamen Handlungen, die dem Kind körperliche Verletzungen und Schäden zufügen. Sie kann in vielen verschiedenen Formen ausgeübt werden. Verbreitet sind Schläge und Prügel - auch mit Gegenständen, Kneifen, Treten und Schütteln, Ausreißen von Haaren, Verletzungen mit Gegenständen (Glasscherben, Messer und so weiter), Vergiftungen, Würgen und Ersticken sowie Verbrennungen, Verbrühungen und Unterkühlung.

Unter seelischer Misshandlung sind alle Äußerungen oder Verhaltensweisen zusammengefasst, die das Kind fortgesetzt verängstigen, es herabsetzen oder überfordern und ihm das Gefühl eigener Wertlosigkeit vermitteln. Dazu zählen z.B. Ablehnung, Verweigerung emotionaler Zuwendung, Isolierung, Erpressung.

Neben dem ablehnenden, zurückweisenden, abwertenden Verhalten kann auch die Überbehütung oder symbiotische Fesselung des Kindes - beispielsweise durch psychisch kranke Eltern - zu einer seelischen Misshandlung führen.

siehe auch Jugendschutz

Ansprechpartner bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung ist in Remscheid der


Kopfläuse

Die Kopflaus ist ein Parasit, dessen natürlicher Aufenthalt die Kopfbehaarung des Menschen ist, besonders die Nacken-, Ohren- und Schläfengegend. Bei massivem Befall können gelegentlich auch andere behaarte Stellen des Oberkörpers befallen sein (Augenbrauen, Bart, Achselhaare). Der Mensch ist der einzige Wirt der Kopfläuse; Haustiere sind keine Überträger.

Der Kopfläusebefall hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Kopfläuse überleben sowohl auf einem ungepflegten als auch auf einem gut gepflegten und häufig gewaschenen Kopf.

Sowohl die ausgewachsenen Tiere als auch deren Larven sind nur schwer zu entdecken; meist sieht man eher ihre Eier, die in sandkorngroßen, chitinumhüllten Nissen abgelegt werden. Ein Kamm mit sehr eng angeordneten Zinken (ein Nissenkamm) befördert die Kopfläuse und, nach einer Vorbehandlung, auch die Nissen aus dem Haarkleid heraus: Da sich die Kopflaus bei Temperaturen von etwa 28 bis 29 °C am wohlsten fühlt, hält sie sich meist nahe der Kopfhaut auf und verlässt nur ungern die oben genannten Bereiche des Kopfes.

Die Übertragung der Kopflaus von Mensch zu Mensch geschieht normalerweise durch direkten Haarkontakt, also zum Beispiel beim Schmusen, Kuscheln oder Necken und wenn Kinder die Köpfe "zusammenstecken". Aufgrund dieses Übertragungsweges kommt es besonders häufig in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten zur Verbreitung der Kopfläuse.

Was müssen Sie tun, wenn Sie bei Ihrem Kind Läusebefall feststellen?

Informieren Sie bitte umgehend Kindergarten und Schule. Das Kind darf erst nach einer Behandlung mit geeigneten Mitteln wieder in den Kindergarten oder in die Schule.

Geeignete Präparate gegen Läusebefall erhalten Sie in der Apotheke. Die Wirkstoffe heißen Pyrethrum, Permethrin oder Allethrin. Folgen Sie den Anwendungshinweisen im Beipackzettel.

Die Behandlung muß auf jeden Fall nach 7 bis 10 Tagen wiederholt werden.

Alle Familienmitgliedern und nahe Bezugspersonen müssen auf Läuse hin untersucht werden. Es empfiehlt sich eine Mitbehandlung mit den oben genannten Mitteln.

Da die Eier der Läuse, die Nissen, fest an den Haaren kleben, sollten diese auch nach der Behandlung mit den genannten Präparaten mit einem entsprechenden Nissenkamm entfernt werden.

Gebrauchsgegenstände wie Kuscheltiere, Bettwäsche, Handtücher, Kleidung, Bürsten und Kämme sollten bei 60 Grad Celsius gewaschen werden. Nicht waschbare Gegenstände können auch für zwei Tage bei minus 10 bis 15 Grad Celsius eingefroren oder in einem Plastikbeutel gut verschlossen für ca. 4 Wochen gelagert werden.

Kinderärzte und das Gesundheitsamt
Kinder- und Jugendmedizinischer Dienst
Hastener Straße 15
Telefon: 16 - 39 21 oder 16 - 29 13
informieren über den Umgang mit Kopfläusen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat eine hilfreiche Informationsbroschüre mit einem übersichtlichen Behandlungsplan herausgegeben:


Notfallnummern

 

Von A bis Z