Buchstabe M

Mama Mia

Der Müttertreff mama mia ist ein Präventionsprojekt gegen Vernachlässigung von Kindern in der Zielgruppe der jungen und minderjährigen Mütter. Der Deutsche Kinderschutzbund Remscheid schafft seit 2005 mit diesem Angebot und dem erfolgreichen Erreichen der Zielgruppe, einen Baustein der frühen Hilfen im sozialen Frühwarnsystem der Stadt Remscheid.

Die niederschwellige und ressourcenorientierte Hilfe des Müttertreff`s mama mia begleitet, unterstützt, fördert und stärkt junge Mütter und ihre Kinder im Alter von 0-3 Jahren.

Die Ziele sind

  • Kontakt, Austausch und Vernetzung für junge Mütter und deren Kinder zu ermöglichen
  • Strukturierung des Alltags und Entlastung für die Mütter schaffen
  • Begleitung bei der Entwicklung einer sicheren Mutter - Kind Beziehung
  • Unterstützung bei einer adäquaten Versorgung der Kinder
  • Stärkung der Elternkompetenz und Fürsorge
  • Förderung der Übernahme von Verantwortung

Der Müttertreff mama mia

  • ist ein geschützter Raum in dem andere Interaktionsformen erlernt, ausprobiert und eingeübt werden
  • bietet ein ideales Lernfeld um von und unter Gleichen zu lernen
  • ist eine ressourcenorientierte Hilfe zur Förderung und Stärkung junger Mütter
  • erreicht junge Mütter zwischen 18 und 25 Jahren und deren Kinder
  • hilft jungen Müttern in schwierigen Lebenslagen
  • fördert Kontakte und Vernetzungen der jungen Mütter untereinander und zu anderen Einrichtungen und Institutionen
  • schließt die Lücke zwischen einer ausschließlichen Betreuung in der Familie und dem Übertritt des Kindes in eine Kita
  • wird an jedem Öffnungstag von sechs bis acht jungen Müttern und deren Kindern besucht
  • ist an vier Tagen in der Woche je drei Stunden geöffnet

Die bestehende Vernetzung mit den Kooperationspartnern und anderen Einrichtungen und Institutionen ermöglicht ein flexibles Agieren und Reagieren auf die jeweiligen Bedürfnisse der Mütter und Kinder, die erforderlichen Angebote können zeitnah umgesetzt werden.

Der individuelle Bedarf in dieser Hochrisikogruppe wird früh erkannt, Hilfe und Unterstützung wird frühzeitig gegeben und bei Bedarfen die über das Angebot des Müttertreffs mama mia hinausgehen, wird eine Vermittlung und ein Kontakt zu anderen Trägern initiiert, motivierend begleitet und unterstützt. In diesem Eingebundensein wird die Notwendigkeit ergänzender oder weiterführender Hilfen von den Müttern eher verstanden und angenommen.


Mediation

Mediation ist ein strukturiertes freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung oder Vermeidung eines Konfliktes. Die Konfliktparteien wollen mit Unterstützung einer dritten unparteiischen Person (Mediator) zu einer einvernehmlichen Vereinbarung zu gelangen, die den Bedürfnissen und Interessenlagen entspricht.

Mediation hat das Ziel, einen sicheren Rahmen zu schaffen, in dem die Konfliktparteien über ihren Konflikt und dessen Hintergründe sprechen können und in dem sie eine selbstbestimmte, einvernehmliche und konkrete Regelung erarbeiten können. In einem Mediationsverfahren wird also weder beraten noch ein Urteil gesprochen.

Mediation wird in unterschiedlichen Feldern angewandt, wie z.B.

  • Trennung und Scheidung
  • Ambivalenz in Paarbeziehungen
  • Probleme zwischen Eltern und Kindern
  • Konflikte im Arbeitsleben, insbesondere Mobbing
  • Täter-Opfer-Ausgleich

Mediatoren verfügen in der Regel über eine qualifizierte Ausbildung.


Mehrgenerationenhaus

Der nicht geschützte Begriff Mehrgenerationenhaus bezeichnet ein Haus oder Gebäude, das generationenübergreifend als Wohnraum oder offener Treff genutzt wird. Je nach Ausgestaltung bezieht sich der Begriff auf:

  • eine generationenübergreifende Haus- oder Wohngemeinschaft, die als Ort für das freiwillige Zusammenleben mehrerer unabhängiger und verschieden alter Personen in einer sehr großen Wohnung oder einem Haus als langfristig angelegte Lebensform gewählt wurde. Es kann sich dabei um eine reine Wohn- oder Zweckgemeinschaft handeln bis hin zu einer Form des Zusammenlebens von gemeinsam wirtschaftenden nicht verwandten Personen, um so den einzelnen und gemeinsamen Lebensunterhalt zu sichern.
  • offene Treffpunkte, an denen sich Angehörige verschiedener Generationen begegnen, austauschen und sich gegenseitig unterstützen. Seit 2003 bezeichnet der Begriff in Deutschland auch einen offenen Tagestreffpunkt mit einem familienorientierten, vor allem auf Selbsthilfe oder Ehrenamt beruhenden Angebot an Aktivitäten und Dienstleistungen; in diesem Sinne vereinen Mehrgenerationenhäuser häufig die Leistungen von Mütter- oder Familienzentren, Begegnungsstätten, Kindertagesstätten und Seniorentreffpunkten zu generationenübergreifenden Angeboten.

Beiden Bedeutungen ist gemeinsam, dass sie auf dem Wunsch basieren, das Miteinander und die gegenseitige Unterstützung von Jung und Alt neu zu beleben. Der so verwendete Begriff steht damit bewusst gegen Formen des Generationenkonfliktes.

Ein Mehrgenerationenhaus im Sinne des Aktionsprogrammes Mehrgenerationenhäuser des Bundes ist das "Haus Lindenhof" in Remscheid-Honsberg. Als Stadtteilzentrum, das seit mehr als 10 Jahren in der Trägerschaft des Vereins "Stadtteil e.V." Angebote der Stadtteilsozialarbeit, der Kinder- und Jugendhilfe, der Arbeit mit und für Migranten, der Familienbildung und des Seniorentreffs bereitstellt, wird es nun zum "Mehr Generationen Haus Lindenhof" gefördert und weiterentwickelt.

Mehr Informationen unter:


Mobbing

Nicht alles, was im schulischen Alltag unter den Begriff Mobbing fällt, ist auch Mobbing. Nicht jeder Konflikt ist Mobbing!

Aber Untersuchungen zeigen, dass in fast jeder Schulklasse Kinder und Jugendliche systematisch beleidigt, gedemütigt und ausgegrenzt werden.

Mobbing unterscheidet sich von kurzzeitigen Konflikten, Streitereien oder aggressiven Auseinandersetzungen durch folgende Merkmale:

  • ein Konflikt hat sich verfestigt und tritt verschärft auf
  • aggressive Handlungen und negative Kommunikationsformen einer Person oder einer Gruppe richten sich gegen Schüler/innen, manchmal auch gegen eine Gruppe.
  • es handelt sich um beabsichtigtes Unrecht, was wiederholt und über einen längeren Zeitraum in einer Beziehung ausgeübt wird
  • die negativen Handlungen werden auch dann fortgesetzt, wenn es "Zeichen von Gegenwehr" gibt
  • die betroffenen Schüler/innen geraten in eine Unterlegenheitsposition und können sich aus eigener Kraft nicht aus dieser Situation befreien

Insbesondere das letzte Merkmal macht deutlich, dass die von Mobbing betroffenen Schüler/innen Unterstützung brauchen, da sie sich selbst nicht oder nur unzureichend wehren können.

Unterstützung und Beratung finden Eltern und Kinder/Jugendliche u.a. bei


Motopädie

siehe Psychomotorik


Mutterschutzgesetz / Mutterschaftsgeld

Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) schützt die schwangere Frau und die Mutter grundsätzlich vor Kündigung und in den meisten Fällen auch vor vorübergehender Minderung des Einkommens. Es schützt darüber hinaus die Gesundheit der (werdenden) Mutter und des Kindes vor Gefahren am Arbeitsplatz.

Eine wichtige Bestimmung des Mutterschutzgesetzes ist, dass im Falle eines Beschäftigungsverbotes die werdende Mutter ihren bisherigen Durchschnittsverdienst (Mutterschutzlohn) behält.

Während der Mutterschutzfristen vor und nach der Geburt und für den Entbindungstag sind die Frauen finanziell abgesichert, indem sie Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse und einen Arbeitgeberzuschuss erhalten.

Ausführliche Informationen finden Sie in der Broschüre "Mutterschutzgesetz - Leitfaden zum Mutterschutz" des BMFSFJ unter dem Link:

Notfallnummern

 

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