Buchstabe P

P-Konto, Pfändungsschutz-Konto

b dem 01. Januar 2012 entfällt der Sonderschutz vor Pfändungen für Empfänger von Sozialleistungen wie Rente, Wohngeld, Arbeitslosengeld oder Hartz IV.
Wer Sozialleistungen bezieht und mit einer Kontopfändung rechnet, sollte das neu geschaffene P-Konto errichten um somit Sicherheit vor dem Zugriff von Gläubigern zu erhalten.
Schuldner müssen zur Einrichtung des P-Kontos selbst aktiv werden. Entweder wird ein neues Konto gleich als P-Konto eingerichtet oder das bestehende Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt. Hierzu muss ein entsprechender Antrag bei der Bank gestellt werden. Die Schuldnerberatungsstelle des Diakonischen Werkes, Kirchhofstr. 2, stellt die für die Bank erforderliche Bescheinigung aus.
Inhaber eines Girokontos haben einen gesetzlichen Anspruch auf Umwandlung in ein P-Konto - die Bank muss das innerhalb von vier Tagen erledigen.
Automatisch erhält der Kontoinhaber dann einen Pfändungsschutz über ein Guthaben von mindestens 1028,89 Euro (Stand Dezember 2012). Dieser Wert gilt für eine Einzelperson, bei Unterhaltspflicht für mehrere Personen ist er entsprechend höher.
Achtung:Jede Person darf aber insgesamt nur ein P-Konto führen. Tipp: Sicherheitshalber sollte vor der Umwandlung vollständig über das vorhandene Guthaben auf dem Konto verfügt werden.

Weitere Infos unter:


PEKiP - Prager-Eltern-Kind-Programm

Das Prager-Eltern-Kind-Programm ist ein Angebot der Elternbildung im Sinne einer Entwicklungsbegleitung während des ersten Lebensjahres des Kindes.

Ab der 4.-6. Lebenswoche treffen sich Eltern mit ihren Babys in kleinen Gruppen.

Zu einer Gruppe gehören 6-8 Erwachsene und die dazugehörigen Babys. Die Babys sind altersgleich. Die Gruppe bleibt während des ersten Lebensjahres der Kinder zusammen.

Die Gruppenleiterin / der Gruppenleiter zeigt Anregungen, die dem fortschreitenden Entwicklungsstand der Kinder entsprechen. Bei dem Spielangebot werden die Babys selber aktiv. Die Eltern werden unterstützt, sich an den Bedürfnissen ihres Babys zu orientieren.

Sie spielen mit dem Baby, wenn es wach ist. Wenn es müde ist, darf es schlafen. Wenn es hungrig ist, darf es essen.

Die Kinder interessieren sich auch für die anderen Babys, erkennen sie wieder, haben Freude am Kontakt miteinander und regen sich gegenseitig zu Bewegung an.

Die Kinder nehmen zu den anderen Erwachsenen in der Gruppe selbständig Kontakt auf.

Für die Eltern wird deutlich, dass jedes Baby einen eigenen Rhythmus hat, unterschiedliche Verhaltensweisen zeigt und sich auf eigene Weise entwickelt.

PEKiP-Gruppen werden von PEKiP-GruppenleiterInnen geleitet, die durch eine spezielle Zusatzausbildung qualifiziert sind.

Mehr Informationen über:
www.pekip.de


Personensorge

Die Personensorge ist ein Teil der elterlichen Sorge. § 1631 BGBbeschreibt den Inhalt und die Grenzen der Personensorge:

"Die Personensorge umfasst insbesondere die Pflicht und das Recht, das Kind zu pflegen, zu erziehen, zu beaufsichtigen und seinen Aufenthalt zu bestimmen.

Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.

Das Familiengericht hat die Eltern auf Antrag bei der Ausübung der Personensorge in geeigneten Fällen zu unterstützen."

www.bundesrecht.juris.de/bgb/__1631.html


Pflegeerlaubnis

siehe Kindertagespflege


Pflegekind / Pflegefamilie

Kinder, die nicht in ihren Herkunftsfamilien leben können, können durch das Jugendamt in Pflegefamilien untergebracht werden. Die Familienpflege ist eine Hilfe zur Erziehung gemäß § 33 Sozialgesetzbuch VIII.

Es gibt verschiedene Formen der Pflege. Bei Kurzeitpflege werden die Kinder für einen bestimmten Zeitraum in der Pflegefamilie untergebracht, um danach in die Herkunftsfamilie zurück zu kehren. Kinder die in Krisensituationen untergebracht werden müssen, werden in Bereitschaftspflege untergebracht, bis ihr weiterer Verbleib geklärt ist. In Dauerpflege leben Kinder, die nicht mehr in ihre Herkunftsfamilie zurück kehren können.

Familien die sich zur Aufnahme von Kindern bereit erklären, werden durch das Jugendamt beraten und überprüft. Der Pflegekinderdienst des Jugendamtes begleitet die Pflegeeltern und die Pflegekinder von der Vorbereitung zur Aufnahme eines Kindes, über alle Phasen der Pflege bis zum Verlassen der Pflegestelle.

Der Unterhalt des Pflegekindes wird durch ein monatliches Pflegegeld sicher gestellt, das durch die Wirtschaftliche Jugendhilfe ausgezahlt wird.

Falls Sie Interesse an weiteren Informationen haben oder selbst Pflegefamilie werden möchten, wenden Sie sich an den
Fachdienst Kinder- und Jugendförderung


Plötzlicher Kindstod

oder auch SIDS (Sudden Infant Death Syndrom) Ein offensichtlich gesunder Säugling stirbt im Schlaf, ein Albtraum für alle Eltern. Das Risiko, an einem Plötzlichen Kindstod zu sterben, ist nicht sehr hoch 1:1599. Dieses Risiko kann durch wenige Maßnahmen noch gesenkt werden, wie z.B. Rückenlage, Schlafsack statt Decke und ein nicht zu warmes Klima im Babyschlafraum. Auch eine rauchfreie Umgebung trägt zur Sicherheit des Babys bei. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.geps.de oder www.mags.de

Posttraumatische Belastungsstörung

Umgangssprachlich werden sehr viele Situationen als traumatisch bezeichnet. (z.B. Scheidung).

Der wissenschaftliche Traumabegriff bedeutet aber etwas anderes und stellt eine gravierende psychische Störung dar:

  • die Person erlebte, beobachtete oder wurde auf andere Art Zeuge eines oder mehrerer Ereignisse, die den tatsächlichen oder drohenden Tod oder eine schwere Verletzung der eigenen Person oder anderer Personen beinhalteten (z. B. Gewaltakt, Unfall, Katastrophe).
  • die Person reagiert mit intensiver Furcht, Hilflosigkeit oder Entsetzen.

 Als Folgen treten auf:

  • das traumatische Ereignis wird oft wiedererlebt.
  • Vermeidung von Orten, Menschen, Aktivitäten oder Gedanken, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen.
  • deutlich vermindertes Interesse an Aktivitäten.
  • Abflachung der Gefühle.
  • Entfremdung von anderen.

Eine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung ist dringend notwendig.

www.sana-klinikum-remscheid.de/unser-leistungsspektrum/fachabteilungen/kinder-und-jugendpsychatrie-zentrum-fuer-seelische-gesundheit-des-kindes-und-jugendalters.html


Psychisch kranke Eltern

In Deutschland leben derzeit etwa eine halbe Millionen Kinder, deren Eltern psychisch erkrankt sind ( Rhein. Ärzteblatt;5/07).

Psychische Erkrankungen sind "Familienerkrankungen". Sie beeinträchtigen nicht nur die Betroffenen, sondern auch deren Eltern, ihre Lebenspartner, aber vor allem ihre Kinder.

Psychisch kranke Eltern sind oft in ihrer Erziehungskompetenz eingeschränkt. Ursache hierfür können die Symptome der Erkrankung sein, wie z. B. Angst, Depression, Antriebslosigkeit, mangelnde Impulskontrolle, Wahnvorstellungen etc. Aber auch die häufig großen Schuldgefühle, die psychisch kranke Eltern ihren Kindern gegenüber entwickeln, lassen sie inkonsequent und wenig grenzsetzend handeln.

Auch kann die psychische Erkrankung eines Elternteils dazu führen, dass Kinder Verantwortung übernehmen ( müssen), die sie von ihrem Alter und ihrer Entwicklung her noch nicht tragen können.

Kinder von psychisch kranken Eltern werden häufig mit Verhaltensweisen des erkrankten Elternteils konfrontiert, die sie nicht verstehen. Aus diesem Unverständnis heraus entwickeln sich oft Ängste, z. B. um das Wohlergehen des Erkrankten, vor der Trennung der Eltern, vor wirtschaftlichen Nöten, vor der Bloßstellung in der Öffentlichkeit, vor dem eigenen ererbten Erkrankungsrisiko etc.

Daher ist es hilfreich und notwendig, das Tabu der psychischen Erkrankung aufzuheben und damit innerhalb und außerhalb der Familie offen umzugehen. Des weiteren ist es erforderlich, die Eltern für die kindlichen Bedürfnisse zu sensibilisieren, Netzwerke in den sozialen Beziehungssystemen der Familien zu knüpfen und mit den Kindern Bewältigungsstrategien zu entwickeln, um diese flexibel je nach Ziel, emotionaler Belastung und vorhandener Unterstützung einzusetzen.

Dies ist jedoch ohne professionelle Hilfe oftmals nicht möglich.

Unterstützung finden Eltern, Kinder und Jugendliche u.a. bei der


Psychomotorik

Die Motopädie bzw. Psychomotorik ist eine Therapieform, bei der psychologische, pädagogische, sport- und erziehungswissenschaftliche mit medizinischen Erkenntnissen und Methoden verknüpft werden.

Zentraler Ansatz bei der Psychomotorik ist die Bewegung und die Wechselwirkung zwischen dem Körper in Bewegung und der Psyche des Menschen.

Psychomotorik kann präventiv und rehabilitierend angewandt werden.

Bei Kindern kann eine psychomotorische Behandlung sinnvoll sein, wenn z.B. ein Kind sich nicht auf seine Muskelspannung verlassen kann, Schwierigkeiten hat, rhythmisch zu springen, einen Ball angemessen zu werfen und zu fangen oder seine Balance nicht finden kann.

Beratung dazu erhalten Sie z.B. bei Ihrem


Psychotherapie

Alle Ärzte, Psychologische Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in Nordrhein, die Kassenpatienten psychotherapeutisch behandeln, können Sie erfragen bei

  • Ihrer Krankenkasse
  • der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein Kreisstelle Remscheid‎, Burger Straße 211, 42859 Remscheid Telefon: 02191 / 134458
  • Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein im Internet

Eine Zusammenstellung der in Remscheid zugelassenen Psychotherapeuten/-innen und Kinder- und Jugendpsychotherapeuten/-innen:


Pubertät

Wenn Eltern meinen, aus "dem Gröbsten" herauszusein, steht ihnen das "Gröbste" noch bevor, die Pubertät.

Die Pubertät ist eine Entwicklungsphase, eine Zeit der Ablösung und des Erwachsenwerdens.

Die körperlichen und seelischen Veränderungen, die mit der Pubertät einhergehen bringen viele Jugendliche, aber auch die Beziehung zwischen Eltern und Kindern aus dem Gleichgewicht.

Gelangweilte Mienen, eskalierende Gespräche, körperliche Aggressionen, Nichteinhalten von Regeln, all das stellt Eltern vor schwierige, neue Aufgaben.

Was passiert in der Pubertät?

In der Pubertät verändert sich der Körper. Unter Einschuss der Sexualhormone entwickeln sich Jugendliche zu sexueller Reife. Parallel dazu verläuft der seelische Prozess des Erwachsenwerdens.

Aus kindlicher Abhängigkeit und Identifikation mit den Eltern wächst das Bedürfnis nach Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Die eigene Geschlechterrolle wird gefunden, Liebe und Sexualität erprobt. Gefühlsmäßig sind die Jugendlichen in dieser Entwicklungsphase äußerst instabil und verletzlich, versuchen dies jedoch zu überspielen durch Abgeklärtheit und Coolness.

Phasen tiefster Verunsicherung wechseln mit größenwahnsinniger Selbstüberschätzung.

Die Pubertierenden sind hin und hergerissen zwischen dem Wunsch nach Anerkennung und Bestätigung in der Gleichaltrigengruppe und der Abgrenzung gegenüber der Erwachsenenwelt. Sie versuchen einerseits durch Provokation ihre Grenzen auszuloten, andererseits brauchen sie den Rückhalt, die Liebe und Aufmerksamkeit ihrer Eltern.

Professionelle Unterstützung hilft Eltern diese kritische Entwicklungsphase zu durchstehen, zu erkennen, wann und wo klare Grenzen gefragt sind, wann und wo die Freiräume der Pubertierenden erweitert werden sollten.

Ansprechpartner bei Fragen zu Pubertät sind in Remscheid u.a.

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