Buchstabe S

Schreibabys

Definition von Schreibaby: Man spricht von einem Schreibaby, wenn ein Kind mehr als 3 Stunden am Tag oder der Nacht an mehr als 3 Tagen die Woche über mehr als 3 Wochen hinweg andauernd schreit oder weint.

Dieses Schreien kann Eltern an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit bringen. Holen Sie sich Unterstützung und Hilfe in Ihrem familiärem und nachbarschaftlichem Umfeld oder Ihrem Freundeskreis, sorgen Sie auch gut für sich selbst und nehmen sich Auszeiten, wenn das Kind gut versorgt ist.

Wenn Sie kein ausreichendes Netzwerk in Ihrem Umfeld haben, suchen Sie sich Hilfe bei Angeboten von Frühen Hilfen.

Sichern Sie auf jeden Fall durch Gespräche mit Ihrem Kinderarzt/Ihrer Kinderärztin oder Ihrer Hebamme ab, dass keine gesundheitliche Ursache für das Schreien vorliegt.


Schulangst

Die alltägliche schulische Situation kann für manche Kinder mit großer Angst besetzt sein. Ausdrucksformen der Schulangst können Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen, .Schlaf- und Konzentrationsstörungen etc. sein. Hinweise im Verhalten der Kinder können sozialer Rückzug und Vermeidungsverhalten, Tagträume, Trödeln etc. sein.

Die Schulangst entwickelt sich aus Leistungsangst, also der Sorge vor unerfüllbaren Leistungsanforderungen oder aus sozialer Angst (soziale Phobie), die mit Schüchternheit und Unsicherheit im Kontakt mit Mitschülern und Lehrern einhergeht.

Ursachen für Leistungsangst:
Der typische Auslöser für eine Leistungsangst ist die schulische Überforderung.
Zum Beispiel auf Grundlage überhöhter Ansprüche von Lehren und/oder Eltern, aber auch auf Grund unrealistischer Vorstellungen des Kindes bezogen auf seine eigenen Leistungen, oder durch die Wahl eines ungeeigneten Schultyps, der hohem Leistungsdruck beim Kind erzeugt. Auch individuelle Lernschwierigkeiten, wie eine Lese- Rechtschreibschwäche oder eine Rechenschwäche können zu Prüfungs- und Versagensängsten führen. Eine weitere Möglichkeit ist jedoch auch eine falsch organisierte zu spät begonnene Prüfungsvorbereitung.

Ursachen für soziale Angst:
Sozial ängstliche Kinder haben ein erhöhtes Risiko, sich nicht angemessen gegen konkrete Erfahrungen von Gewalt auf dem Schulweg oder in der Schule, gegen Mobbing, gegen Kränkungen durch Klassenkameraden und Lehrer und gegen Ausgrenzungen zur Wehr zu setzen.

Die Wahrnehmung und Anerkennung dieser kindlichen Nöte ist äußerst wichtig.

Einerseits müssen Kinder vor Übergriffen geschützt werden, andererseits müssen sie so gestärkt werden, dass sie langfristig den Herausforderungen eigenständig begegnen können.

Ansprechpartner für besorgte Eltern:


Schulen


Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung

Durch Inkrafttreten des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe (KICK) am 01.10.05 sind die Normen zum Schutz bei Kindeswohlgefährdungen durch verschiedene Ergänzungen und Neufassungen präzisiert worden.

§ 8a SGB VIII konkretisiert den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdungen.

Für Remscheid hat die Arbeitsgemeinschaft "Hilfen zur Erziehung"


Schwangerschaftskonfliktberatung

Eine Schwangerschaftskonfliktberatung ist nach deutschem Recht gem. § 219 StGBerforderlich, damit ein Schwangerschaftsabbruch straffrei durchgeführt werden kann.

Gem. § 219 StGB dient die Beratung dem Schutz des ungeborenen Lebens. Die Beratung soll die Frau zur Fortsetzung der Schwangerschaft ermutigen und ihr Perspektiven für ein Leben mit dem Kind eröffnen. Die Beratung soll ihr helfen, eine verantwortliche und gewissenhafte Entscheidung zu treffen.

Die Beratung umfasst erforderliche medizinische, soziale und juristische Informationen. Die Frau soll über ihre Rechtsansprüche für sich und das Kind und über praktische Hilfen informiert werden, insbesondere über die Hilfen, die ihr die Fortsetzung der Schwangerschaft und ihre Lage mit Kind erleichtern.

Die Beratung nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz muss durch eine anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle erfolgen. Nach Abschluss der Beratung muss die Beratungsstelle der Schwangeren eine Bescheinigung nach den Vorschriften des Schwangerschaftskonfliktgesetzes ausstellen.

Der Arzt, der den Abbruch der Schwangerschaft vornimmt, ist als Berater ausgeschlossen.

In Remscheid können Sie sich an folgende Stellen wenden:


Selbsttötung

siehe Suizid


Sorgeerklärung

Sind Eltern bei der Geburt ihres Kindes nicht miteinander verheiratet, steht ihnen gem. § 1626a BGBdie elterliche Sorge gemeinsam zu, wenn sie erklären, dass die Sorge gemeinsam übernehmen wollen (Sorgeerklärung) oder einander heiraten.

Ist ein Elternteil mit dieser Regelung nicht mehr einverstanden, ist eine Abänderung des Sorgerechts nur möglich, wenn gem. § 1671 BGB ein Antrag auf Abänderung des Sorgerechts beim Familiengericht gestellt wird.

Die Sorgeerklärung hat also für die nicht verheirateten Eltern die Konsequenz, dass sie im Hinblick auf das gemeinsame Kind genauso behandelt werden, wie verheiratete Eltern.

Die Sorgeerklärung wird vom Jugendamt oder von einem Notar beurkundet.

Für die Beurkundung ist in Remscheid beim Jugendamt der

zuständig.

Beratung zur Sorgeerklärung erhalten Sie beim

Sozialhilfe

Das neue Sozialhilferecht ist im zwölften Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB XII) geregelt und hat das Bundessozialhilfegesetz(BSHG) abgelöst.

Zur Sozialhilfe gehören die Hilfe zum Lebensunterhalt, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie weitere Leistungen in besonderen Lebenssituationen.

Sozialhilfe ist eine nachrangige Leistung (Subsidiaritätsprinzip), d.h. zunächst wird geprüft, ob ein Anspruch auf andere Leistungen besteht, wie z.B. Arbeitslosengeld II, Rentenleistungen, Kindergeld etc. und ob der Bedürftige in einer Bedarfsgemeinschaft mit jemandem lebt, der Anspruch auf Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) hat.

Hilfe zum Lebensunterhalt können Personen erhalten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und aus medizinischen Gründen befristete Zeit nicht erwerbsfähig sein können.

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung erhalten hilfebedürftige Personen ab 65 Jahren und Personen ab 18 Jahren, die aus medizinischen Gründen auf Dauer voll erwerbsgemindert sind.

Erwerbsminderung besteht dann, wenn aus medizinischen Gründen die tägliche Leistungsfähigkeit auf weniger als drei Stunden beschränkt ist.

Sozialhilfe kommt auch in Ergänzung zur Pflegeversicherung bei leistungsberechtigten Pflegebedürftigen für verbleibende Pflegekosten im ambulanten und im stationären Bereich auf.

Eingliederungshilfe bei körperlicher oder geistiger Behinderung bzw. drohender körperlicher oder geistiger Behinderung gehört ebenfalls in den Bereich der Leistungen des SGB XII.

(siehe Familienwegweiser - Staatliche Hilfe im Überblick - www.familien-wegweiser.de:
www.familien-wegweiser.de/bmfsfj/generator/wegweiser/stichwortverzeichnis,did=43952.html

Zuständig für Anträge nach SGB XII ist in Remscheid der
Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen
Abteilung Hilfen für Senioren und Behinderte Menschen
Alleestraße 66
Frau Eles
Telefon: 16 - 32 69
oder
Herr Gehrmann
Telefon: 16 - 27 34.


Spielgruppen

sind feste Gruppen, in denen sich Kinder im Alter von etwa 2 bis 3 Jahren zwei- bis dreimal pro Woche für höchstens drei Stunden treffen. Im Gegensatz zur Krabbelgruppe, bei der die Eltern ebenfalls anwesend sind, findet die Spielgruppe ohne Eltern statt.

Spielgruppen bieten den Kindern die Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit Gleichaltrigen sowie eine behutsame Ablösung vom Elternhaus und die Eingewöhnung in eine kleine Gruppe unter der pädagogischen Leitung einer Erzieherin.

Die im "NeSt" genannten Gruppen verfügen über eine Betriebserlaubnis nach § 45 SGB VIII.

Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen
Frau Rehrmann, Frau Sülberg
Alleestraße 66
42853 Remscheid
Telefon 02191 / 16 - 33 07, 02191 / 16 - 35 17
geschützte E-Mail-Adresse als Grafik, geschützte E-Mail-Adresse als Grafik,
Sprechzeiten Montag - Mittwoch von 9.00 - 12.30 Uhr und 13.00 - 15.00 Uhr.


Stillen

Muttermilch ist die ideale Ernährung für ein Neugeborenes. Stillen bietet viele Vorteile. Einerseits für das Kind: Schutz vor Infektionen, die Mutter-Kind-Bindung wird gefördert. Für die Mutter: 1. praktische Vorteilen , 2. durch das Stillen wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, das das Zusammenziehen des Uterus unterstützt.

Bei Stillproblemen finden Sie einen guten Ansprechpartner in Ihrer Hebamme.


Sucht / Suchtberatung

Sucht ist eine krankhafte, zwanghafte Abhängigkeit von Stoffen (z.B. Alkohol, Nikotin, Betäubungsmittel) oder von Verhaltensweisen (z.B. spielen, kaufen, fernsehen). Es besteht das Verlangen nach einer ständig erneuten Einnahme der Stoffe oder einer ständigen Wiederholung der Verhaltensweisen, um ein bestimmtes Lustgefühl zu erreichen oder Unlustgefühle zu überdecken. Es wird unterschieden zwischen psychischer (seelischer) und physischer (körperlicher) Abhängigkeit.

Suchtberatungsstellen bieten innerhalb des breiten Feldes "Sucht"

  • Informationsarbeit (z.B. Informationsmaterial, -veranstaltungen)
  • Präventionsarbeit (z.B. Aktionen / Veranstaltungen für Eltern, Schulen, Multiplikatoren)
  • Beratungs- und Motivationsarbeit (z.B. Einzel- oder Gruppengespräche mit Betroffenen, Partner- oder Familienberatungen)
  • und lebens- und suchtbegleitende Hilfestellungen (z.B. Unterstützung bei Antragstellung für Sozialleistungen, Vermittlung von Suchthilfeeinrichtungen, Selbsthilfegruppen)

an.

Die Suchtberatung wird in Remscheid durch das Diakonische Werk des Ev. Kirchenkreises Lennep angeboten. Sie ist erreichbar in der
Kirchhofstraße 2
42853 Remscheid
Telefon: 02191 / 5916020
Fax: 02191 / 5916008
geschützte E-Mail-Adresse als Grafik
www.diakonie-kklennep.de


Suizid

Von Suizid oder Selbstmord spricht man bei einer beabsichtigten Selbsttötung durch aktives Handeln oder durch absichtliches Unterlassen (z.B. der Nichteinnahme von lebenswichtigen Medikamenten, Nahrungsmitteln oder Flüssigkeiten).

Welche Bezeichnung (Selbstmord, Selbsttötung, Freitod oder Suizid) man wählt, hängt von der Bewertung des Geschehens ab. In der wissenschaftlichen Fachsprache und im beruflichen Umgang mit den Betroffenen wird der Begriff "Suizid" bevorzugt.

Die Ursachen und auslösenden Faktoren für den Suizid bei Kindern und Jugendlichen sind, wie bei jedem anderen Suizid auch, vielfältig.

Suizidgedanken oder Suizidversuche sind in jedem Fall ernst zu nehmen. Professionelle Ansprechpartner finden Sie im

Notfallnummern

 

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