Buchstabe V

Vaterschaftsanerkennung

Gem. § 1592 BGBist derjenige Vater eines Kindes, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet war, der die Vaterschaft anerkannt hat oder dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt wurde.

Die Vaterschaftsanerkennung für ein nicht-ehelich geborenes Kind ist in § 1594 ff BGB geregelt. Die Vaterschaft kann bereits vor Geburt des Kindes anerkannt werden. Für die Anerkennung ist die Zustimmung der Mutter erforderlich. Die Vaterschaftsanerkennung ist eine freiwillige Willenserklärung im Gegensatz zur gerichtlichen Vaterschaftsfeststellung.

Die Vaterschaftsanerkennung muss öffentlich beurkundet werden. Dies ist möglich beim Jugendamt, bei Urkundsbeamten der Amtsgericht, Standesbeamten oder Notaren.

Die Vaterschaftsanerkennung hat zur Folge, dass Vater und Kind miteinander verwandt sind und sich daraus z.B. Unterhaltsansprüche und Erbansprüche, aber auch ein Zeugnisverweigerungsrecht ergeben.

Bei Fragen zur Vaterschaftsanerkennung berät Sie in Remscheid beim
Standesamt
Frau Müller
Telefon: 02191 / 2256
und beim
Fachbereich Jugend, Soziales und Wohnen
Frau Böhmer
Telefon: 16 - 36 27
oder
Frau Friese
Telefon: 16 - 24 03.


Vaterschaftsfeststellung

Die Vaterschaftsfeststellung ist die gerichtliche Klärung der Vaterschaft. Sie muss unterschieden werden von der freiwilligen Vaterschaftsanerkennung. Rechtsgrundlage für die Vaterschaftsfeststellung ist § 1600d BGB.

Zum Beweis der Vaterschaft wird ein Abstammungsgutachten erstellt. Dabei handelt es sich um ein wissenschaftliches Verfahren, durch das die Verwandtschaft zwischen Vater und Kind festgestellt werden kann. Vater und Kind werden dazu Blutproben entnommen und eine Genanalyse durchgeführt.

Zuständig für Vaterschaftsfeststellungs- und anfechtungsklagen ist das Familiengericht am Wohnsitz des Kindes.

In Remscheid wenden Sie sich an das
Amtsgericht
Alleestraße 119
42853 Remscheid.


Vermögenssorge

Die Vermögenssorge ist ein Teil der elterlichen Sorge (§1626 BGB). Die Vermögenssorge verpflichtet die Eltern, das Vermögen ihres Kindes zu verwalten und zu erhalten.

Es gibt gesetzliche Einschränkungen der Vermögenssorge. Diese werden in den §§ 1638ff BGB geregelt. Beispielsweise dürfen sorgeberechtigte Eltern Vermögen, das ihre Kinder geerbt haben nicht verwalten, wenn der Erblasser dies so bestimmt hat.
www.bundesrecht.juris.de/bgb/__1638.html

Vernachlässigung
Von Vernachlässigung bei Kindern spricht man, wenn Eltern andauernd oder wiederholt, die Bedürfnisse ihrer Kinder auf seelische und körperliche Versorgung nicht sicherstellen.

Dieses Nicht-Handeln kann sowohl aktiv als auch passiv z.B. durch fehlendes Wissen geschehen.

Körperliche Vernachlässigung kann Ausdruck einer Überforderung der Eltern im Hinblick auf die alltäglich notwendige Grundversorgung des Kindes sein: Sie zeigt sich z.B. an unzureichender Ernährung, mangelnder Körperpflege und unhygienischer, unangemessener Kleidung.

Auf die Gesundheit des Kindes wird nicht geachtet. Trotz Erkrankung wird beispielsweise eine ärztliche Behandlung nicht wahrgenommen.

Seelische, emotionale Vernachlässigung kann sich z.B. in zu wenig Aufmerksamkeit, Liebesentzug, ständiger Gefühlskälte bis hin zu Feindseligkeit zeigen.

Vernachlässigte Kinder sind für einen längeren Zeitraum der fehlenden Versorgung, Nichtbeachtung oder Missachtung ausgesetzt.

Seelische Vernachlässigung kommt in allen sozialen Schichten vor. Sie kann beispielsweise auch durch Überschütten mit Spielzeug oder anderen materiellen Angeboten ausgedrückt werden, falls gleichzeitig emotionale Bindungen und persönliches Interesse für die Kinder fehlen.

Bei Verdacht auf Vernachlässigung wenden Sie sich in Remscheid an den


Vorsorgeuntersuchungen

siehe U-Untersuchungen

Notfallnummern

 

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