U-Untersuchungen

Bei den Vorsorgeuntersuchungen überprüft der Kinderarzt oder die Kinderärztin vor allem den allgemeinen Gesundheitszustand des Kindes und ob es sich seinem Alter entsprechend entwickelt. Auf diese Weise können Verzögerungen oder Auffälligkeiten in der Entwicklung und gesundheitliche Beeinträchtigungen frühzeitig erkannt werden. Durch eine rechtzeitige Behandlung oder spezielle Förderung können negative Folgen verhindert oder zumindest vermindert werden. Denn viele Entwicklungsschritte bauen aufeinander auf, so dass unerkannte Störungen  weitreichende Folgen haben können. Als Beispiel sei hier die Hörminderung genannt: Eine zu spät erkannte Hörstörung beeinträchtigt die sprachliche Entwicklung des Kindes und beides zusammen kann sich negativ auf das Sozialverhalten auswirken.

Die Termine der Früherkennungsuntersuchungen sind so festgelegt, dass wichtige Entwicklungsschritte erfasst werden. Es ist daher wichtig, diese Termine möglichst einzuhalten.

Die meisten Länder - mit Ausnahme von Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt (Stand: Juli 2009) haben für die Mehrzahl der Vorsorgeuntersuchungen eine Meldepflicht eingeführt, d.h., die Vorsorgeuntersuchungen sind verpflichtend, und versäumte Termine werden angemahnt.

Die "Zentrale Stelle Gesunde Kindheit" im Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit erfasst die Früherkennungsuntersuchungen, um alle Kinder in Nordrhein-Westfalen zu erreichen:

  • Für jedes Kind, das an einer Früherkennungsuntersuchung (U5 bis U9) teilgenommen hat, schickt die Ärztin oder der Arzt eine Bestätigung an die Zentrale Stelle. Die Ärztinnen und Ärzte sind dazu verpflichtet. U5 bis U9 sind die Untersuchungen für Kinder zwischen 6 Monaten und 5 1/2 Jahren.
  • Die Zentrale Stelle ermittelt alle Kinder, für die noch keine Teilnahmemitteilung vorliegt. Zum Ende des Zeitraumes, in dem die Untersuchungen durchgeführt werden sollen, erhalten die Eltern dieser Kinder ein Erinnerungsschreiben.
  • Nach Ablauf der Frist informiert die Zentrale Stelle die zuständige Kommune darüber, welche Kinder nicht bei der Untersuchungwaren. Die Kommune wird dann in eigener Zuständigkeit prüfen und entscheiden, ob Grund besteht, sich einzuschalten.

Notfallnummern

 

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