„Gläserne Frau“ kehrt in das Deutsche Röntgen-Museum zurück

Auf der Zweiten Internationalen Hygiene-Ausstellung in Dresden 1930 wurde der Gläserne Mensch zum ersten Mal einem staunenden Publikum präsentiert. Nicht nur Wissenschaft und Fachwelt waren begeistert von dem glänzenden Homunkulus, auch die internationale Presse berichtete in Sensationsreportagen über die außergewöhnliche Erfindung.

Technische Probleme der in die Jahre gekommenen elektronischen Steuerung verhinderten leider bislang die funktionsgetreue Neupräsentation dieses - nicht nur bei Remscheider Museumsbesuchern - besonderes populären Exponates im Kontext der neuen Museumsausstellungen. Für die erforderliche Modernisierung konnten glücklicherweise 20.000 Euro aufgebracht werden. Der Remscheider Lions Club stellte 15.000 Euro bereit, 5.000 Euro steuerte die Gesellschaft der Freunde und Förderer bei. Oberbürgermeisterin Beate Wilding dankt den Sponsoren, ohne die es nicht gelungen wäre, dieses Exponat wieder in die Ausstellung aufzunehmen.

Am Freitag, 18. November wird dieses besondere Exponat „wiederbelebt“. Das Röntgen-Museum ist an diesem Tage von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Hierzu laden wir alle interessierten Besucherinnen und Besucher herzlich ein.

Fast im verborgenen hatte Franz Tschackert, Präparator des Deutschen Hygiene-Museums, sein Werk geschaffen: eine dreidimensionale Figur, deren durchsichtige Hülle aus dem Kunststoff Cellon den Blick auf das Skelett und die inneren Organe freigab, während eine Grammophonstimme deren Funktionsweise erläuterte.

In den 1980er Jahre konnte mit Unterstützung der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Röntgen-Museums eine Gläserne Frau aus Dresden nach Remscheid ins Deutsche Röntgen-Museum gebracht werden. Ihre ursprüngliche Funktion der Erläuterung innerer Organe mit einem Schwerpunkt auf den Verdauungstrakt wurde Mitte der 1990er Jahre durch die Präsentation der einzelnen bildgebenden Verfahren in der Radiologie ergänzt. In einem ansprechenden Audiovortrag gab die Gläserne Frau Auskunft über die Lage und Funktion der Organe und zeigte die dazugehörigen Röntgen-, CT-, MRT- und Ultraschallbilder.
 

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