Öffentliche saisonale Remscheider Grippe-Impfaktion 2014

Das Gesundheitsamt Remscheid bietet in Zusammenarbeit mit den Remscheider Krankenkassen in diesem Jahr wieder drei öffentliche Grippe-Impftermine an. Die Impfung wird mit dem aktuellen saisonalen Grippe-Impfstoff durchgeführt.

Die Impfung ist für Mitglieder der in Remscheid ansässigen Krankenkassen (Kassenpatienten) kostenlos (AOK, Barmer/GEK, BKK Essanelle, Vaillant-BKK, DAK, IKK classic). Impfwillige sollten aber ihre Krankenversicherungskarte am Impftag vorlegen.

Privat Krankenversicherte und Mitglieder anderer Krankenkassen müssen vor Ort 20 Euro zahlen und erhalten zur Abrechnung mit ihrer Krankenkasse eine Quittung über die geleistete Zahlung. 

Die Termine für die Grippeschutzimpfung in Remscheid sind: 

  1. Montag, 13. Oktober, 14 – 16 Uhr, in der Stadtsparkasse Remscheid, Alleestraße 76 - 88, 42853 Remscheid
  2. Mittwoch, 15. Oktober, 14 – 17 Uhr, im Deutschen Röntgen-Museum, Schwelmer Straße 41, 42897 Remscheid
  3. Samstag, 18. Oktober, 10 – 12 Uhr, im Gesundheitsamt, Hastener Straße 15, 42855 Remscheid 

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Informationen zur Grippe

Die Grippezeit naht mit der kalten Jahreszeit 2014/2015.

Die Influenza wird durch Viren ausgelöst. Die echte Virusgrippe ist keine harmlose Erkältung. Sie ist eine schwerwiegende Erkrankung, die zu Komplikationen führen kann. 

Die Grippe ist nicht zu verwechseln mit Erkältungen und grippalen Infekten, die ebenfalls durch verschiedene Viren und Bakterien ausgelöst in der kalten Jahreszeit gehäuft auftreten, aber in der Regel harmloser verlaufen. 

Die Virusgrippe tritt weltweit auf. Meist kommt es zu regional begrenzten Ausbrüchen, die als Epidemien bezeichnet werden. Die letzte große Epidemie in Deutschland war im Winter 2004/2005. In größeren Abständen von einigen Jahrzehnten bricht die Influenza auch länderübergreifend als sogenannte Pandemie aus. 

Die Viren werden über Tröpfcheninfektion beispielsweise beim Husten, Niesen oder mit der Atemluft von Mensch zu Mensch übertragen. Durch diesen einfachen Übertragungsweg kann jeder - auch völlig gesunde Menschen - eine Grippe bekommen. Deshalb ist die Infektionsgefahr dort am größten, wo viele Menschen zusammenkommen, zum Beispiel in Verkehrsmitteln, an Arbeitsstätten mit Publikumsverkehr, in Schulen oder Kaufhäusern.

Die Influenza-Viren infizieren und schädigen die Schleimhäute der Atemwege. Dadurch wird die Abwehr geschwächt und das Eindringen anderer Erreger begünstigt, was zu folgenschweren zusätzlichen Infektionen und damit  beispielsweise zu Lungen- und Herzmuskelentzündungen führen kann. 

Die Influenza verursacht jährlich Kosten in Milliardenhöhe. 

Es wird davon ausgegangen, dass in Deutschland jährlich bis zu 15.000 Menschen an den Folgen einer Virusgrippe sterben. Besonders ältere Menschen, chronisch Kranke, Personen mit Abwehrschwäche und Kinder mit Vorerkrankungen sind durch eine Grippe oder die daraus resultierenden Komplikationen gefährdet. 

Die jährliche Grippe-Schutzimpfung ist die einzige präventive Maßnahme, die die gesundheitlichen Risiken der Influenza in allen Altersgruppen reduzieren kann. Da die Stämme der Influenza-Viren sich durch eine erstaunliche Wandlungsfähigkeit auszeichnen, muss in jedem Herbst erneut gegen die gerade aktuellen Erreger geimpft werden. 

Vorzugsweise sollte in den Monaten Oktober und November die Impfung durchgeführt werden. Im Fall einer drohenden Grippewelle ist eine Impfung aber auch noch später möglich und sinnvoll.

Die volle Ausbildung eines Impfschutzes benötigt etwa 2 Wochen. 

Sonst gesunde Menschen sind durch die Impfung – bei guter Übereinstimmung der Impfstämme mit den zirkulierenden Stämmen – bis zu 90% vor der Erkrankung durch Influenza geschützt. In der älteren Bevölkerung ist die Schutzrate vor der Erkrankung aber deutlich geringer. Dennoch ist die Impfung gerade in dieser Altersgruppe besonders wichtig, da die Impfung vor allem bei Älteren wesentlich dazu beitragen kann, Komplikationen, Hospitalisierungen und Todesfälle durch Influenza zu reduzieren. 

Zielgruppen der Impfung sind (laut Empfehlungen der STIKO - Ständige Impfkommission):

  • Personen über 60 Jahre
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens wie beispielsweise chronische Krankheiten der Atmungsorgane, chronische Herz-, Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben, Personen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten mit T- und/oder B-zellulärer Restfunktion, HIV-Infektion – sowie Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen
  • Personen mit erhöhter Gefährdung, zum Beispiel medizinisches Personal, Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr und Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute ungeimpfte Risikopersonen fungieren können
  • Personen mit erhöhter Gefährdung durch direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln
  • alle Personen, wenn eine intensive Epidemie aufgrund von Erfahrungen in anderen Ländern droht oder nach deutlicher Antigendrift beziehungsweise Antigenshift zu erwarten ist und der Impfstoff die neue Variante enthält (entsprechend den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden)

Zur Influenza-Impfung in der Schwangerschaft wird seitens der pharmazeutischen Unternehmen darauf verwiesen, dass gezielte Studien zur Sicherheit der Impfung bei Schwangeren fehlen, Schäden aber nicht bekannt sind. Die Impfung ist daher nicht kontraindiziert. 

Bei gehäuftem Auftreten von Influenza sollten im öffentlichen Leben grundlegende hygienische Regeln streng beachtet werden, zum Beispiel das Vermeiden von Händereichen, Anhusten und Anniesen.


06.10.2014
 

Pressestelle

Frau Viola Juric