Blauer Mond

© CycloMedia Deutschland GmbH, Montage Stadt Remscheid

Aldi bleibt denkmalgerechten Lösungsvorschlag schuldig

Auf der Grundlage von Gesprächen zwischen der ALDI Gesellschaft Radevormwald, der Geschäftsleitung der RSE Grundbesitz und Beteiligungs GmbH sowie der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH wurde der Stadt Remscheid gegenüber das gegenseitige Interesse signalisiert, den „Blauen Mond“ als Wahrzeichen zu erhalten. 

Der Wiederaufbau würde an anderer Stelle in einer Höhe von rund 17 Metern, dies entspricht in etwa dem jetzigen niedergelegten „Kopfteil“ des Mannesmannturmes, erfolgen. Hierfür ist ein Standort im Zufahrtsbereich der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH als Nachfolgeorganisation der Fa. Mannesmann Werke an der Bliedinghauser Straße in Aussicht genommen. Über den weiteren Umgang mit dem verbleibenden Stahlskelett auf dem Geschäftsparkplatz an der Burger Straße wurde keine Aussage getroffen.

Eine nicht maßstabs- und lagegetreue Darstellung ist aus der beigefügten Bildmontage der Stadt Remscheid ersichtlich. 

Der neue Remscheider Baudezernent Peter Heinze zeigte sich über die Vorschläge für den Wiederaufbau enttäuscht: „Wie ein multinationales Unternehmen wie Aldi so nachlässig mit einem so wichtigen Identifikationsdenkmal für ganz Remscheid umgehen kann, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Aldi muss hier noch einmal nacharbeiten“, stellt Heinze fest. 

Der aktuelle Vorschlag der Firma ALDI wurde dem notwendigen intensiven Auseinandersetzungs- und Diskussionsprozess seitens der Stadt Remscheid unterzogen. Als Ergebnis ist nun festzuhalten, dass dem Vorschlag nicht gefolgt werden kann. Die Bezirksvertretung Süd wurde in der Sitzung am 13. Dezember 2017 darüber informiert.

Eine teilweise Versetzung des Denkmals in der vorgeschlagenen verkürzten Form würde dem Charakter und der Bedeutung des Denkmals nicht gerecht werden. Weniger als ein Drittel einschließlich des „MW“-Emblems würde von dem ursprünglich knapp 59 Meter hohen ehemaligen Messeturm nur noch übrig bleiben.


13.12.2017
 

Pressestelle

Frau Viola Juric