Kultursensible Seniorenarbeit - Veranstaltung am 9. März

Logo Kommunales Integrationszentrum Remscheid
Logo Kommunales Integrationszentrum Remscheid
Im Rahmen der kultursensiblen Seniorenarbeit fand am Samstag (09.03.) ein Fachtag mit dem Thema „Wohnen und Pflege im Alter für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte“ statt. Eingeladen hatten das Kommunalen Integrationszentrum und der Integrationsrat der Stadt Remscheid.

Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Institutionen trafen sich in der zweiten Veranstaltung zu diesem wichtigen Thema im Rathaus. Mitglieder des Integrationsrats, des Seniorenbeirats, Pflege- und Seniorendienste, Beratungsstellen, Verwaltungsmitarbeiter und Vertreter von Migrantenselbstorganisationen, um nur einige der Akteure zu nennen, waren der Einladung gefolgt, um die Bedarfe und die nächsten Schritte zu erarbeiten. 

Nach den Grußworten von Moderator Ralf Noll, dem Sozialdezernenten Thomas Neuhaus, der Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums Sevinc Brilling und der Vorsitzenden des Integrationsrats Erden Ankay-Nachtwein stellte die städtische Mitarbeiterin Sabine Schneider das Angebot der Wohnberatung vor. Mit vielen Beispielen stellte sie Möglichkeiten dar, wie Pflegebedürftigen sowohl in der Ausstattung ihrer Wohnung als auch bei Finanzierungsmöglichkeiten geholfen werden kann.

„Ambulant vor stationär“ ist auch das Motto der Pflegeberatung der Stadt Remscheid. Andrea Wild, ebenfalls Mitarbeiterin der Stadt Remscheid erläutere das kostenlose und unverbindliche Beratungsangebot für pflegebedürfte Menschen und deren Angehörige. Trägerunabhängig berät sie hinsichtlich der unterschiedlichen Hilfsangebote und hilft bei der Antragstellung.

Im letzten Vortrag erklärt Gabriela Pires-Rodrigues von den AWO-Seniorendiensten die genauen Pflegeleistungen und Pflegegrade und ging dabei auf die Unterscheide der ambulanten Pflege, der teilstationären Pflege und der stationären Pflege ein. 

Die drei Referentinnen zeigten anhand vieler Beispiele auf, dass die kultursensible Beratung in Remscheid bereits sehr gut ausgebaut ist. Zahlreiche Interessenten nutzen die Angebote der Beratungsstellen bereits, trotzdem nehmen aber noch zu wenige Remscheiderinnen und Remscheider mit Zuwanderungsgeschichte diese Angebote wahr. Dies müsse nicht an Verständigungsproblemen liegen, wurde allseits betont. 

Nach der Mittagspause hatten alle Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in World-Cafés zu den Themen „Pflege“, „Beratung“ und „Wohnen“ einzubringen. Lebhaft wurde diskutiert, welche besonderen Wohnbedarfe es gibt und wie diese den Verantwortlichen kommuniziert werden können. Was muss bei der kultursensiblen Pflege beachtet werden und wie kann dies vermittelt werden? Wie können Menschen mit Zuwanderungsgeschichte besser erreicht werden, so dass sie überhaupt erfahren, was alles schon in Remscheid unternommen wird? Umgekehrt wurde auch immer wieder betont, wie wichtig es sei, die Grenzen der Möglichkeiten aufgrund mangelnder Ressourcen zu vermitteln. Viele praktische Vorschläge wurde erarbeitet und am Ende stand fest: Um die vielen Vorschläge umsetzen zu können, bedarf es einer Öffnung der beteiligten Institutionen auf allen Seiten, der Schaffung neuer Strukturen und der Erweiterung der vorhanden Ressourcen. Trotzdem gingen die Anwesenden zufrieden in das sehr kurze Wochenende, da die ersten Schritte für ein zukunftsfähiges Handlungskonzept auf den Weg gebracht waren.

___________________________________________________________________________________________________________

Die Förderer dieser Veranstaltung sind:

  • Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

11.03.2019
 

Pressestelle

Frau Viola Juric