„Es ist auch unser Remscheid. Rassismus fängt im Kopf an."

Logo Kommunales Integrationszentrum Remscheid
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Gestern (04.07.) kamen über 20 Personen aus unterschiedlichen Bereichen wie zum Beispiel Stadtverwaltung, freie Träger zusammen, um die Veranstaltungsreihe „Es ist auch unser Remscheid. Rassismus fängt im Kopf an.“ aus 2018 fortzuführen und sich weiter mit Rassismus auseinander zu setzen. Auch neue Gesichter fanden Platz in der Runde.

Weiter geht’s im Empowerment- und Sensibilisierungsworkshop zu Rassismus

Auf Einladung des Kommunalen Integrationszentrums (KI) hatten sich Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im vergangenen Jahr in einer vierteiligen Workshopreihe über den Rassismus an sich, seine Geschichte und Wirkungsmechanismen, den Antimuslimischen Rassismus und über Handlungsmöglichkeiten für Betroffene und Engagierte informiert. Mit der Veranstaltungsreihe hatte das KI die Teilnehmenden dafür fit machen wollen, andere Menschen in unserer Stadtgesellschaft dazu anzuregen, sich aktiv mit Rassismus auseinander zu setzen und gegen ihn anzutreten. Diesem Ziel waren die Teilnehmenden ein Stück näher gekommen – so die Bilanz der Beteiligten im November 2018 – verbunden mit der Bitte, die begonnene aktive und professionell angeleitete Auseinandersetzung mit Rassismus nicht abreißen zu lassen und den eigenen rassismuskritischen Blick weiter zu schärfen. 

Gelegenheit hierzu gab es gestern (04.07.) in einem Empowerment- und Sensibilisierungsworkshop im Ämterhaus auf Einladung des KI und unter der Moderation von Ilka Simon und Sandra Karangwa vom AntiDiskriminierungsBüro Köln (Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V.).

In einem theoretischen Input ging es zunächst darum, Strukturen und Funktionen von Rassismus zu verstehen. Anschließend wurden die Beteiligten anhand von Übungen zu einer eigenen Auseinandersetzung mit Rassismus eingeladen. Dabei wurden die Teilnehmenden in zwei Gruppen eingeteilt. In der einen Gruppe waren Menschen mit selbst erlebten Rassismuserfahrungen. Sie lernten in einem angeleiteten Austausch die stärkende Wirkung von Empowerment kennen. Der Fokus lagt dabei auf der Re-Aktivierung der eigenen Ressourcen und der Erarbeitung von empowernden Handlungsoptionen für den Alltag. In der Gruppe ohne selbsterlebte Rassismuserfahrung ging es verstärkt um eine Sichtbarmachung von eigenen Privilegien in Bezug auf Rassismus. An verschiedenen Beispielen wurde aufgezeigt, wie stark rassistische Stereotype in Medien, Politik und der eigenen Wahrnehmung vertreten sind. Die Übungen luden zu einer selbstkritischen Reflexion ein und zeigten Handlungsoptionen auf.

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Die Förderer dieser Veranstaltung sind:

  • Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

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Kontakt für Rückfragen:

Frau Joby Joppen – Kommunales Integrationszentrum Remscheid

Elberfelder Straße 32, 42853 Remscheid, Tel. (0 21 91) 16 - 3483

E-Mail: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik


05.07.2019
 

Pressestelle

Frau Viola Juric