Oberbürgermeister Mast-Weisz unterstützt Pfand-Projekt

„Meer-Wert-Becher“ im Bergischen

Auch wenn ein Sprichwort behauptet, dass viele Köche den Brei verderben: Im Bergischen stimmt das nicht. Das belegt ein aktuelles Projekt, das jetzt an den Start geht. Ab sofort gibt es in Bäckereien und Cafés im Bergischen den „Meer-Wert-Becher“. Der Pfandbecher soll die Flut von Einweg-Bechern, die Stadt und Natur vermüllen, eindämmen.

Initiiert hatte den „Meer-Wert-Becher“ die Bäko, die Einkaufsgenossenschaft der Bäcker und Konditoren. Die Idee, zuerst in Velbert umgesetzt, zog über den Obermeister der Bäcker-Innung Wuppertal, Dirk Polick, Kreise: Er machte für das Projekt Werbung in Remscheid, Solingen und Wuppertal, fand in den jeweiligen Abfallwirtschaftsgesellschaften Partner, bewegte Berufskollegs dazu, den Vertrieb zu übernehmen, machte bei Bäckern und Konditoren Werbung für das Mehrweg-System und gewann die bergischen Oberbürgermeister als Unterstützer für das Projekt.

Der Einsatz so vieler Aktiver hatte Erfolg: Am Mittwoch, 4. September, wurde der neue bergischen Mehrweg-Becher vorgestellt und ist ab sofort in den teilnehmenden Bäckereien und Cafés im Bergischen Städtedreieck erhältlich.

Das Prinzip ist einfach: Den „Meer-Wert-Becher“ aus recyclingfähigem Material gibt es für einen Euro Pfand samt Heißgetränk in den Cafés und Bäckereien. Wird beim nächsten Besuch der Becher abgegeben, gibt es entweder das Pfandgeld zurück oder einen frischen Becher mit Getränk.

In Remscheid beteiligen sich vier Betriebe mit 48 Filialen an dem Mehrweg-Projekt. In Wuppertal sind bislang sieben Betriebe mit insgesamt 32 Filialen am Start, in Solingen ein Unternehmen mit vier Filialen.

Wer wissen möchte, wo die nächste „Meer-Wert-Becher“-Filiale ist, kann sich ganz einfach online informieren. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) hat dafür eine Karte eingerichtet. Mit einem Klick auf http://www.wuppersaubertal.de/coffeetogo/ werden in einer Karte die teilnehmenden Cafés und Bäckereien in allen drei Städten sichtbar – und hoffentlich in der Zukunft immer mehr.

Die AWG und der Eigenbetrieb Straßenreinigung Wuppertal (ESW) gehen selbst mit gutem Beispiel voran: An ihren Standorten in Wuppertal (also zum Beispiel am Betriebshof am Klingelholl, dem Müllheizkraftwerk Korzert, dem Autorecycling am Deutschen Ring und an den AWG-Recyclinghöfen und ESW-Außenstellen) wurden die Einwegbecher abgeschafft und auf Mehrweg umgestellt.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz: „Bei vielen Menschen ist angekommen, dass wir unsere Umwelt schon mit kleinen und einfachen Verhaltensänderungen schützen können. Der Meer-Wert-Becher ist genau hierfür ein gutes Beispiel und ein wirklich tolles Projekt, um unnötigen Verpackungsmüll zu vermeiden. Ich selbst habe spontan zugegriffen und mir fünf Mehrweg-Becher für den Kaffee bei meinen Bürgerdialogen gesichert.“


05.09.2019
 

Pressestelle

Frau Viola Juric