Veranstaltung „Photovoltaik für Mehrfamilienhäuser“

Wohnungsbaugesellschaften und Immobilienverwalter können auf Dächern von Mehrfamilienhäusern die Sonnenenergie zur Erzeugung von Strom nutzen und den gewonnenen Strom an die Mieter beziehungsweise Wohnungseigentümer verkaufen. Das geht mit einem sogenannten „Mieterstrom-Modell“. Die Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie Bergisches Land lädt zu diesem Thema zu einer kostenfreien Informationsveranstaltung ein am Donnerstag, 26. September, um 14 Uhr im Rathaus der Kreisstadt Mettmann, Neanderstraße 85, 40822 Mettmann. Dort wird ein realisiertes Beispiel für eine Mieterstrom-Anlage auf einem Mehrfamilienhaus in Mettmann vorgestellt.

Mieterstromkonzepte funktionieren über einen normalen Stromliefervertrag zwischen Anbieter und Mieter. Anbieter können dabei der lokale oder bundesweit darauf spezialisierte Energieversorger oder auch der Vermieter bzw. die Eigentumsgemeinschaft sein. Der Strom, der im Rahmen dieses Vertrages geliefert wird, stammt in der Regel teilweise aus der Photovoltaikanlage vom Dach des Mehrfamilienhauses. Den restlichen Strom beschafft sich der Anbieter über das Stromnetz des lokalen Energieversorgungsunternehmens. Die Hausbewohner haben also weiterhin die volle Versorgungssicherheit und sind gleichzeitig Profiteur und Unterstützer der Energiewende. 

Neben dem Beitrag zur umweltfreundlichen Dezentralisierung ist der Photovoltaikstrom auch wirtschaftlich reizvoll. Der Mieter bzw. Wohnungseigentümer bezieht nachhaltigen lokalen Strom, der günstiger angeboten werden kann als Strom aus dem Netz. Auch für Anbieter bietet das Konzept Vorteile: Der Vermieter profitiert von einer Steigerung der Attraktivität seiner Immobilie, klassische Energieversorger können mit dessen Hilfe ihr Angebotsportfolio erweitern und werden vom Versorger zum Dienstleister. Aber auch für weitere neuere Anbieter wie Energiegenossenschaften und Wohnungsgesellschaften ergeben sich Chancen, sich auf dem Energiemarkt einzubringen.

Seit Juli 2018 speist eine PV-Anlage sauberen Strom für die Bewohnerinnen und Bewohner eines Mehrfamilienhauses des Mettmanner Bauvereins ins Hausnetz ein. Umgesetzt wurde Mettmanns erstes Mieterstromprojekt von der Düsseldorfer Naturstrom AG. Die Anlage auf dem 250 m² großen Dach verfügt über eine Leistung von 20 kWpeak und produziert unter optimalen Bedingungen 18.000 kWh Sonnenstrom im Jahr, der den 25 Haushalten angeboten wird.

In der kostenfreien Veranstaltung werden die rechtlichen Rahmenbedingungen von Mieterstromprojekten erläutert, die steuerrechtlichen Aspekte und die Organisation von Mieterstromkonzepten werden vorgestellt. Anhand des Beispiels des Mettmanner Bauvereins wird dargestellt, wie ein Mieterstromkonzept geplant und mit Erfolg umgesetzt wird.

Programm

Das Veranstaltungsprogramm, alle Informationen zum Veranstaltungsort und die Details zur Anmeldung sind zu finden auf der Webseite der Arbeitsgemeinschaft unter www.eebl.de im Bereich „Aktuelles“.

Hintergrund zur Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energien Bergisches Land:

Neben den Großstädten Remscheid, Solingen, Wuppertal, den Kreisen Mettmann, Rhein-Berg und Oberberg arbeiten zurzeit einige Stadtwerke, das Regionalforstamt Bergisches

Land, das Holzcluster Bergisches Land, der Wupperverband, die EnergieAgentur.NRW und das Zentrum für biogene Energie Oberberg (ZebiO) partnerschaftlich in der Arbeitsgemeinschaft zusammen. Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich für eine nachhaltige Energieversorgung und -verwendung in der Region ein. Zusammen mit Energieeinsparung und Energieeffizienzsteigerung leisten die erneuerbaren Energien für die Strom- und Wärmeerzeugung einen wichtigen Beitrag zur CO2-Minderung und zur regionalen Wertschöpfung. Die Arbeitsgemeinschaft will durch die Zusammenarbeit der regionalen Akteure und die Vernetzung regional vorhandenen Fachwissens einen Beitrag dazu leisten.

Kontakt und Rückfragen:

Stadt Remscheid, Fachdienst Umwelt

Elberfelder Str. 36, 42853 Remscheid

Monika Meves, Telefon 02191 / 16 - 33 13, E-Mail geschützte E-Mail-Adresse als Grafik


06.09.2019
 

Pressestelle

Frau Viola Juric