Architektengespräch heute im Teo Otto Theater

Gemeinsame Zusammenarbeit stärken, Architekten, Vermessungsingenieure und Bauverwaltung vereinbaren regelmäßigen Austausch

Um die  Zusammenarbeit von Verwaltung und Wirtschaft in der Stadtentwicklung, im Hochbau und für ein zukunftsfähiges Remscheid zu verbessern, trafen sich heute (24.06.) Remscheider Architekten und Vermessungsingenieure zur Wiederauflage des „Remscheider-Architektengesprächs“. 

Aufgrund der Corona-Pandemie fand der Austausch unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen im Teo Otto Theater statt. Die Resonanz war enorm: Dreißig Architektinnen und Architekten sowie öffentlich bestellte Vermessungsingenieure folgten der Einladung des Technischen Beigeordneten Peter Heinze ins Teo Otto Theater. 

Nach dem letzten Treffen im Januar dieses Jahres konnte die Stadtverwaltung ihre Personalengpässe in der Bauverwaltung abbauen, so dass sich die von der Architektenschaft kritisierten langen Wartephasen im Vorlauf der Baugenehmigungsverfahren wieder normalisiert haben. Seit Mitte Mai bietet die Bauaufsicht auch wieder Bauberatungsgespräche an, die von Bauherren und Architekten stark in Anspruch genommen werden. 

Architekt Friedhelm Reska von Edelhoff und Reska Architekten: „Wir wollten nun aktuell von der Bauverwaltung wissen, wie im Baugenehmigungsverfahren das Bauordnungsrecht vereinfacht und das Genehmigungsverfahren beschleunigt werden kann sowie die Baukosten reduziert werden können“. „Die Diskussion war offen und fair“, so Architektin Beate Röhrig von Mennenöh und Röhrig Architekten. „Das sollten wir auf jeden Fall fortsetzen.“ 

Auch die Bauaufsicht war mit dem Austausch zufrieden. Susanne Brahm, Leiterin der technischen Bauaufsicht: „Die Bauaufsicht konnte den umfänglichen Regelablauf eines Baugenehmigungsverfahrens verdeutlichen und darstellen, dass in einem solchen komplexen Genehmigungsverfahren, das auch für Fachleute nicht einfach zu durchschauen ist, unter Umständen bis zu zwanzig externe und interne Fachdienststellen und Behörden zu beteiligen sind“. 

Jörg Schubert, Fachdienstleiter Bauen, Vermessung und Kataster, kündigte an, das Genehmigungsverfahren Stück für Stück in enger Begleitung des im Land NRW in Aufbau befindlichen Bauportal.NRW zukünftig digital abbilden zu wollen.  

Die Teilnehmern vereinbarten regelmäßigen Austausch unter anderem in Form eines Newsletters auch zu anderen Themen und wollen die Remscheider Architektengespräche zukünftig als Informationsbörse verstanden sehen, bei der Kontakte geknüpft und die Zusammenarbeit zwischen Architekten und Baubehörde gestärkt werden soll. Darüber hinaus soll im Zuge des Jahres über eine „Digitale Status Ampel“ den Antragstellern und Entwurfsverfassern wie bei einer normalen Ampel – von Rot nach Grün – ermöglicht werden, den Bearbeitungsstand ihres Bauantrags online ablesen zu können.

Es wurde sich darauf verständigt, das nächste Architektengespräch Ende dieses Jahres folgen zu lassen.


24.06.2020
 

Pressestelle

Frau Viola Juric