Fairtrade-Town Remscheid

Die Corona-Pandemie zeigt der Welt die umfangreichen Verflechtungen globaler Lieferketten auf. Eingestürzte Textilfabriken und Menschenrechtsverletzungen beim Rohstoffabbau für unsere Smartphones sind direkte Folgen unserer Alltagsgewohnheiten. Deutsche Unternehmen sollen deswegen mit Hilfe eines Lieferkettengesetzes für die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards entlang ihrer Lieferketten Sorge tragen. Diesem Thema widmet sich eine Ausstellung, die ab Dienstag, 15. September, im Wartebereich des Ämterhauses, Elberfelder Straße 34-36, 42853 Remscheid, zu sehen ist. Wer einen Termin im Verwaltungsgebäude wahrnimmt, hat bis Freitag, 2. Oktober, Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen.

Ausstellung „Schafft Recht und Gerechtigkeit“ zum Lieferkettengesetz im Ämterhaus vom 15. September bis 2. Oktober

Die Ausstellung heißt „Schafft Recht und Gerechtigkeit“ und ist eine Ausstellung von SÜDWIND, Brot für die Welt und MISEREOR in Zusammenarbeit mit Einrichtungen aus Diözesen und Landeskirchen in NRW, gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW.

Sie richtet sich in erster Linie an Kirchengemeinden und kirchliche Gruppen, die sich in der Initiative Lieferkettengesetz für einen gesetzlichen Rahmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards engagieren möchten. Sie gibt Einblicke in Menschenrechtsverstöße und Umweltschäden in den Lieferketten unserer Alltagsprodukte, zeigt Veränderungsmöglichkeiten durch ein Lieferkettengesetz auf und weist auf die bundesweite Initiative Lieferkettengesetz hin. Einzelthemen sind „Menschenrechte brauchen Verbindlichkeit“, „Untragbar – Mode auf Kosten von Menschenleben und Menschenwürde“, „Automobile – Unrecht für begehrte Rohstoffe“, „Palmöl – Grünes Gold mit verheerenden Folgen“, „Es braucht einen gesetzlichen Rahmen“ und „Engagiert Euch – Initiative Lieferkettengesetz“.


07.09.2020
 

Pressestelle

Frau Viola Juric