Inzidenzwert von über 100 - keine weiteren Maßnahmen

Nach § 16 der Coronaschutzverordnung NRW müssen Städte, deren 7-Tages-Inzidenz nachhaltig und signifikant über 100 liegt, die Erforderlichkeit von weiteren zusätzlichen Schutzmaßnahmen prüfen und diese gegebenenfalls im Einvernehmen mit dem MAGS NRW anordnen. Eine solche Überschreitung der 7-Tages-Werte liegt in Remscheid vor. Weitere Maßnahmen sind aktuell in Remscheid aber nicht erforderlich. Krisenstabsleiter und Oberbürgermeister appellieren an die Remscheiderinnen und Remscheider, die bestehenden Schutzregeln unbedingt einzuhalten.

Remscheider Inzidenzwert von über 100 macht aktuell keine weiteren Schutzmaßnahmen erforderlich. Krisenstabsleiter und Oberbürgermeister betonen die Wichtigkeit bestehender Schutzregeln.

Mit Blick auf die hohe Remscheider Inzidenz fand gestern ein Gespräch zwischen Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Krisenstabsleiter Thomas Neuhaus und einer Vertreterin des MAGS NRW statt. Es wurde erläutert, dass in Remscheid derzeit ein diffuses Infektionsgeschehen vorliegt. Es existieren keine Hot-Spots, vielmehr handelt es sich bei den Infektionen um Einzelfälle, die überwiegend im familiären Umfeld entstanden sind. Dies macht die Einführung besonderer Schutzmaßnahmen schwierig. 

Remscheid hat bereits eine weitgehende Maskenpflicht für bestimmte Bereiche in der Innenstadt verfügt. Zusätzlich wurden einzelne Sportstätten, auf denen massive Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung festgestellt wurden, geschlossen. Ebenso erfolgte eine direkte Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen (z. B. Sportvereine). Eine Partyszene, ein Nachleben, übermäßig belebte öffentliche Plätze, die beispielsweise eine Ausgangssperre, eine Alkoholverbot oder auch ein Verweil-Verbot erforderlich machen, sind aus Sicht der Stadt Remscheid nicht feststellbar. 

Das Land NRW hat sich dieser Auffassung angeschlossen – nach wie vor steht die Remscheider Inzidenz aber im Fokus und die Erforderlichkeit weiterer Maßnahmen wird fortlaufend geprüft. Krisenstabsleiter Thomas Neuhaus bittet daher alle Remscheiderinnen und Remscheider eindringlich, sich an die geltenden Regeln zu halten: „Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen, Abstandsgebot… ich kann verstehen, dass wir alle es nicht mehr hören wollen und können. Leider befinden wir uns aber an einem Punkt mit steigendem Inzidenzwert, und zwar deutlich über dem Landeswert. Zusätzlich haben wir zahlreiche Virusmutationen in Remscheid nachgewiesen. Die wieder steigende Anzahl von Corona-Patienten im Remscheider Krankenhaus bezeichnen die Ärzte im Krisenstab als besorgniserregend. Ich appelliere an Sie, alle gemeinsam noch ein paar Wochen durchzuhalten und die Regeln einzuhalten.“ Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz schließt sich dem an: „Nur in einer gemeinsamen Kraftanstrengung werden wir es in den nächsten Wochen schaffen, die neuen Lockerungen beizubehalten und weitere einschneidende Maßnahmen zu verhindern.“


09.03.2021
 

Pressestelle

Frau Viola Juric