Corona-Virus | Aktuelle Gesundheitslage & mehr

Aktuelle Gesundheitslage | Neues Infektionsschutzgesetz in Kraft – Remscheider Allgemeinverfügung vom 16. April aufgehoben

Aktuelle Gesundheitslage

Leider ist ein 85-jähriger Remscheider mit der Coronainfektion verstorben.

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 676 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden.

Damit gibt es insgesamt 5.343 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 4.519 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 148 Menschen sind leider verstorben.

Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 1.316 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen.

Es gibt aktuell insgesamt 943 PCR-bestätigte infizierte Remscheider Personen mit der britischen Coronavariante und einen bestätigten Fall der südafrikanischen Variante. Die brasilianische Variante wurde bislang nicht in Remscheid nachgewiesen.

Das RKI meldet heute diese Zahlen für Remscheid: 

Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW

280,2 (Land NRW 181,0)

Fälle insgesamt

5.343

Fälle/100.000 EW

4.798,9

Todesfälle

147*

Einwohnerzahl

111.338

Aktualisierung

23.04.2021, 00:00

(* Ein hinzugekommener Todesfall wurde bisher statistisch nicht erfasst.)

Die Krankenhäuser vermelden 27 positive Fälle, darunter 9 intensivpflichtige Behandlungen (8 beatmet), Stand 22.04.2021 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

_______________________________________________________________________________

Verkündung des vierten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage mit nationaler Tragweite 

Das Bundesinfektionsschutzgesetz mit der Verankerung der Notbremse und weiteren Maßnahmen ist gestern im Bundesanzeiger veröffentlicht worden und demzufolge heute in Kraft getreten. Angesichts der zentralen Neuregelungen für Hochinzidenzregionen hat der Remscheider Krisenstab heute beschlossen: Die Regelungen des neuen Bundesinfektionsschutzgesetzes werden für Remscheid übernommen, eine Verschärfung der Regelung wird es für Remscheid vorerst nicht geben. Die Remscheider Allgemeinverfügung vom 16. April zu zusätzlichen Schutzmaßnahmen mit einer Gültigkeitsdauer bis zum Ablauf des 26. April wird deswegen noch heute mit sofortiger Wirkung aufgehoben (Bekanntmachung: Sonderamtsblatt vom 23. April). Die städtische Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht im Innenstadtbereich, die dasselbe Enddatum trägt, wird am kommenden Montag verlängert. Hierzu wird die Stadt Remscheid wiederum zeitnah eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen und per Sonderamtsblatt veröffentlichen. 

Wegen der weitreichenden Schutzmaßnahmen, die in Remscheid als Hochinzidenzgebiet bereits seit dem 13. April per Allgemeinverfügung angeordnet sind und ab dem 17. April in modifizierter Form weitergeführt wurden, bringt das neue Infektionsschutzgesetz vor allem Neuerungen für die Ausgestaltung der Ausgangssperre und den Betreuungsbetrieb in den Kitas. 

Diese zentralen Neuregelungen geltem auch für Remscheid als Hochinzidenzregion: 

Kontaktbeschränkung und Ausgangssperre

Private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum bleiben auf den Kreis der Angehörigen des eigenen Haushaltes mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person beschränkt. Kinder unter 14 Jahren werden nicht hinzugerechnet. Bei Trauerfeiern sind bis zu 30 Personen erlaubt.

Ab heute gilt die Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr mit den gängigen Ausnahmeregelungen für Berufstätige (Arbeitgeberbescheinigung!), Notfallsituationen, Tierversorgung und Betreuungsaufgaben. Einzelpersonen dürfen zwischen 22 und 0 Uhr joggen und spazieren gehen. 

Schulen und Kitas

Die Schulen bleiben mit Ausnahme der Abschlussklassen im Distanzunterricht.

In den Remscheider Kitas gilt ab kommenden Montag (26.04.) ein Betreuungsverbot mit sogenannter bedarfsorientierter Notbetreuung. In der Notbetreuung gelten weiterhin die Vorgaben der Coronabetreuungsverordnung zu Hygiene, Maskenpflicht und Rückverfolgbarkeit, die Umsetzung der Gruppentrennung und die dafür notwendige Stundenreduzierung um 10 Wochenstunden in Kindertageseinrichtungen. 

Anspruchsberechtigt für die bedarfsorientierte Notbetreuung sind folgende Kinder und Familien:

  • Kinder, für die der Besuch eines Betreuungsangebotes aus Gründen des Kinderschutzes erforderlich ist.
  • Besondere Härtefälle in Absprache mit dem zuständigen Jugendamt.
  • Kinder aus belasteten Lebenslagen beziehungsweise deren Lebenssituation möglicherweise mit einem erhöhten Bedarf einhergeht und die einen besonderen individuellen Bedarf haben. Diese Familien werden von den Kindertagesbetreuungsangeboten aktiv angesprochen und eingeladen.
  • Kinder mit Behinderungen und Kinder, die von wesentlichen Behinderungen bedroht sind, und bei denen dies von einem Träger der Eingliederungshilfe festgestellt wurde.
  • Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung.
  • Kinder, deren Eltern die Betreuung nicht auf andere Weise sicherstellen können, insbesondere, wenn sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen. Eltern sollen Kinderbetreuung nur dann in Anspruch nehmen, wenn eine Betreuung nicht anderweitig sichergestellt werden kann. Für den Fall, dass die Betreuung in Anspruch genommen wird, muss eine Eigenerklärung vorgelegt werden, dass eine Notbetreuung erforderlich ist.

Eine Rückkehr von der bedarfsorientierten Notbetreuung in den eingeschränkten Regelbetrieb erfolgt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Werktagen unter 165 liegt. 

Sport

Es ist Individualsport allein, zu zweit oder mit Angehörigen des Hausstandes erlaubt. Für Profi- und Leistungssport gelten Ausnahmen. Kinder bis 14 Jahre dürfen draußen mit maximal fünf Kindern in einer Gruppe kontaktfrei Sport treiben.

Die Sportfreianlagen in Remscheid werden wieder geöffnet. Sie dürfen ausschließlich so genutzt werden, wie zuvor beschrieben. Die Stadt Remscheid hält sich vor, ihre Sportfreianlage im Zuge ihres Hausrechtes erneut zu sperren, wenn sie missbräuchlich genutzt werden.

_______________________________________________________________________________

Einzelne Coronafälle in Kitas und Schulen 

Wegen jeweils eines Coronafalls werden die Kindertagespflege/Kleine Robben und die Gruppe A der Kath. Kita St.Bonaventura vorübergehend geschlossen. 

Jeweils ein Coronafall hat außerdem zu Quarantänen in diesen Gruppen und Kursen geführt:

  • Sophie-Scholl-Gesamtschule, 10c (Gruppe 1),
  • Grundschule Hackenberg, Notbetreuung 4a/4b,
  • Albert-Einstein-Gesamtschule, Q2,
  • Hauptschule Hackenberg, 10b (Gruppe 2),
  • Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung Stuttgarter Straße, BF 20 B.

23.04.2021
 

Pressestelle

Frau Viola Juric