Eichenprozessionsspinner entdeckt

  • 13.07.2021: Es wurden 4 weitere EPS-Nester in der Straße "Auf dem Knapp" entdeckt. Sie befinden sich zwischen der Hausnummer "Auf dem Knapp 19a" und der Kreuzung "Auf dem Knapp/Wüstenhagener Straße". Die Bäume sind durch Hinweistafeln markiert, die Absaugung der EPS-Nester findet am Donnerstag, 15. Juli, statt.
  • 18.06.2021: An folgenden Standorten wurde weiterer EPS-Befall festgestellt:

    1 x EPS-Nest Sieper Park, nördlicher Teil
    1 x EPS-Nest Stadtpark, nördlich des Schützenplatz
    1 x EPS-Nest Stadion Reinshagen
    2 x EPS-Nester Tyroler Straße östlich des Bahnüberganges (Bei Hausnummer 22)
    3 x EPS-Nester KiTa Fürberg
    4 x EPS-Nester Fußweg Ohler zwischen der Reinshagener Straße und Wallburgstraße

    Die Bereiche wurden abgesperrt und mit Hinweisschildern versehen. Die Entfernung der Nester ist beauftragt.

  • 14.06.2021: Aktuell wurden die ersten Bäume in diesem Jahr mit Befall durch den Eichenprozessionsspinner festgestellt. Betroffen ist eine Eiche auf dem Mittelstreifen der Elberfelder Straße in Höhe des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums. Zusätzlich betroffen ist eine Eiche auf dem Spielplatz Bökerhöhe. Die Gespinste werden in den nächsten Tagen von einer Fachfirma entfernt. Der Standort auf dem Spielplatz wurde mit einem Hinweisschild gekennzeichnet und abgesperrt.

Hinweis:

Seit Mitte 2019 hat der Eichenprozessionsspinner (EPR) Remscheid als eine der letzten Städte in Nordrhein-Westfalen erreicht. Erste Raupen wurden damals auf dem Stadtparkgelände ausgemacht, weitere Fundorte waren das Stadion Reinshagen und der Waldfriedhof Reinshagen.

Jetzt hat die Saison für Eichenprozessionsspinner begonnen. Stadt und TBR sind gut gerüstet im Kampf gegen den Schädling.

In den kommenden Wochen ist mit weiteren Funden zu rechnen. Der Eichenprozessionsspinner gehört zu den Phänomenen, mit denen wir bei aller Vorsicht und guter Information in der anstehenden Sommerzeit leben müssen.

Aus diesem Grund informiert die Stadt Remscheid zukünftig hier auf dieser Seite über alle EPS-Fundorte – angereichert mit Hinweisen zur aktuellen Schädlingsbekämpfung, allgemeinen Informationen zum Eichenprozessionsspinner, Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen.

Eine Information per Presseinformation erfolgt nur in besonderen Fällen.


Wie erkenne ich den Eichenprozessionsspinner?

Der Eichenprozessionsspinner ist ein rund drei Zentimeter großer grauer Nachtfalter, der Ende August/Anfang September schlüpft. Gefährlich für Mensch und Haustier kann er aber nur vorher als Raupe werden. Anders als sein Nest, von dem das ganze Jahr eine Gefahr ausgeht.

Die Raupen schlüpfen im Mai und leben, wie der Name schon sagt, eigentlich nur auf Eichen. Hier verstecken sie sich tagsüber in ihren weiß gewobenen Nestern, die Gespinste heißen und aussehen wie weiße ausgedünnte Zuckerwatte. Nachts wandern die Raupen hungrig alle hintereinander aufgereiht wie in einer Prozession (daher der Name) in die Baumkronen zu den saftigen Blättern.

Warum sind der Eichenprozessionsspinner und sein Nest gefährlich?

Die Raupe ist mit winzigen Brennhaaren ausgestattet. Diese Brennhaare verliert sie im Nest oder wirft sie bei Stress ab – zum Beispiel dann, wenn sie sich durch Mensch oder Tier bedroht fühlt, weil sie zu nahe kommen oder sie sogar berühren. 

Die Brennhaare können bei Mensch und Tier Hautreizungen und allergische Reaktionen hervorrufen. Juckende entzündliche Ausschläge, Schwellungen, Fieber, Atemnot oder Kreislaufreaktionen können die Folge sein.

Eichenprozessionsspinner entdeckt? Hier die wichtigsten Verhaltensregeln!

Zu Allererst: Die Nähe oder den Kontakt mit den Raupen unbedingt vermeiden. Gleiches gilt für die Nester des Schädlings.

Zweitens: Die Beobachtung – egal ob im öffentlichen Raum oder auf eigenem Grundstück – sofort an die Leitstelle der Feuerwehr unter der Rufnummer (0 21 91) 16 - 24 00 melden. Die Feuerwehr entscheidet dann, was akut zu tun ist.

Drittens: Bei Kontakt mit den Härchen betroffene Körperstellen sofort abspülen und bei gesundheitlichen Beschwerden ärztliche Hilfe –  je nach Schwere auch den Rettungsdienst – in Anspruch nehmen. Kontaminierte Kleidung schnell und vorsichtig wechseln, bei mindestens sechzig Grad waschen. 

Der Eichenprozessionsspinner befindet sich auf meinem Grund und Boden?

Der Eigentümer eines Grundstücks, auf dem der Eichenprozessionsspinner auftaucht, muss Sorge dafür tragen, dass der Schädling und seine Nester von einer Fachfirma entsorgt werden. Es gibt Fachfirmen, die genau für diese Arbeiten extra ausgestattet sind und ihre Mitarbeiter entsprechend geschult haben.

Bitte auf gar keine Fall selbst Hand anlegen! Die Schädlinge und Nester können nur gefahrlos und auf Dauer mit Hilfe eines speziellen Absauggeräts entfernt werden!

FACHFIRMA GESUCHT?

Hier die Links zu den Dachverbänden der Schädlingsbekämpfungs-Fachfirmen

Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung

Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V.

Aktuelle Fachfirmen zur Bekämpfung lassen sich außerdem in Suchmaschinen mit den Suchwörtern „Eichenprozessionsspinner“, „Fachfirmen“ oder „Baumpflege“ finden.

Eichenprozessionsspinner im Wald wird nicht entfernt! Keine Meldung erforderlich!

Wichtig zu wissen ist, dass der Schädling und seine Gespinste im Wald - anders als an Stadt- und Parkbäumen - in der Regel nicht beseitigt werden. Der Grund hierfür ist ein rechtlicher: Nach Landesforstgesetz und Bundeswaldgesetz stellt ein Eichenprozessionsspinner-Befall eine sogenannte "waldtypische Gefahr" dar, "mit der Waldbesucher zu rechnen haben". Wer im Wald auf den Spinner stößt, muss seine Beobachtung also nicht der Feuerwehr melden. Hier gilt die allgemeine Verhaltensregel: Nähe oder Kontakt mit Raupen und Nestern unbedingt vermeiden!
14.06.2021
 

Pressestelle

Frau Viola Juric