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Stadt Remscheid

Einsatz der Bereitschaft 5 beim Waldbrand im Hürtgenwald beendet

Nach rund 24 Stunden ist der Einsatz der Bereitschaft 5 beim großflächigen Waldbrand im Hürtgenwald im Kreis Düren für die Kräfte aus dem Bergischen Städtedreieck beendet. Insgesamt waren 121 Einsatzkräfte der Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus Remscheid, Solingen und Wuppertal im Einsatz. Bis zur Mittagszeit am Sonntag waren auch die letzten Einsatzkräfte wieder im Bergischen Städtedreieck zurückgekehrt.

Oberbürgermeister Sven Wolf dankt den beteiligten Einsatzkräften für ihren Einsatz unter außergewöhnlich schwierigen Bedingungen.

„Mein Dank gilt den Kameradinnen und Kameraden sowie den Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr Remscheid und der beteiligten Hilfsorganisationen, die sich nach der Voralarmierung kurzfristig auf diesen überörtlichen Einsatz vorbereitet und am frühen Samstagmorgen auf den Weg in den Kreis Düren gemacht haben. Die Dimension dieses Waldbrandes und die Bedingungen, unter denen die Einsatzkräfte dort gearbeitet haben, waren außergewöhnlich“, betont Oberbürgermeister Sven Wolf.

Bereits am Freitagabend waren die beteiligten Feuerwehren durch die Bezirksregierung voralarmiert worden. Dadurch konnten die notwendigen Vorbereitungen frühzeitig getroffen werden. In der Nacht folgte die Anforderung der Bereitschaft 5 der Bezirksregierung Düsseldorf. Der Verband aus Remscheid, Solingen und Wuppertal rückte daraufhin in den frühen Morgenstunden in das Einsatzgebiet aus.

„Ich danke der Bezirksregierung für die frühzeitige Voralarmierung und die fortlaufende Information. Dadurch kam die endgültige Alarmierung für die Feuerwehren im Städtedreieck nicht überraschend und die Einsatzbereitschaft konnte schnell hergestellt werden“, so Oberbürgermeister Sven Wolf.

Einsatz unter außergewöhnlichen Bedingungen

Der seit Donnerstag andauernde Waldbrand im Hürtgenwald erstreckte sich über mehrere hundert Hektar. Zeitweise waren weit über 1.000 Einsatzkräfte unterschiedlicher Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Behörden sowie zahlreiche Hubschrauber in die Brandbekämpfung eingebunden.

Ursprünglich war die Bereitschaft 5 für zwölf Stunden angefordert worden. Aufgrund der Lage im Hürtgenwald wurde der Einsatz auf insgesamt 24 Stunden verlängert.

Die Kräfte aus dem Bergischen Städtedreieck arbeiteten in einem weitläufigen und teilweise schwer zugänglichen Waldgebiet. Zusätzlich erschwerten Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg die Brandbekämpfung. Ein unmittelbares Vorgehen in die betroffenen Waldflächen war deshalb in belasteten Bereichen nicht möglich.

Während tagsüber unter anderem zahlreiche Hubschrauber die Löscharbeiten unterstützten, kamen nach Beendigung des Flugbetriebes Drohnen zum Einsatz. Auch während der Nacht wurde der Einsatzabschnitt damit wiederholt kontrolliert. Aufgespürte Glutnester wurden anschließend mit drei Tanklöschfahrzeugen im Rotationsverfahren gezielt angefahren und abgelöscht.

Große Unterstützung weit über die Einsatzorganisationen hinaus

Besonders hebt der Oberbürgermeister die Zusammenarbeit der zahlreichen beteiligten Organisationen und die große Unterstützung durch die Bevölkerung hervor. Neben den Feuerwehren und Hilfsorganisationen wirkten unter anderem der Landesbetrieb Wald und Holz NRW sowie weitere Behörden und Unternehmen an der Bewältigung der Lage mit.

Eine besondere Rolle spielten zahlreiche Landwirte. Sie kamen nicht nur aus der unmittelbaren Umgebung, sondern teilweise auch überregional in das Einsatzgebiet. Mit ihren Fahrzeugen unterstützten sie insbesondere den Transport großer Mengen Löschwasser. Gleichzeitig versorgten Menschen aus Großhau und der Umgebung die Einsatzkräfte mit Lebensmitteln, Getränken und Erfrischungen.

„Was dort neben der professionellen Zusammenarbeit der Einsatzorganisationen an Unterstützung entstanden ist, ist ein beeindruckendes Zeichen der Solidarität. Menschen haben unsere Einsatzkräfte versorgt und unterstützt. Landwirte haben weite Wege auf sich genommen, um Löschwasser in das Einsatzgebiet zu bringen. Ihnen allen gilt mein ausdrücklicher Dank“, erklärt Oberbürgermeister Sven Wolf.

Der Einsatz zeige zugleich, welchen Stellenwert die vorbereitete überörtliche Hilfe im Katastrophenschutz habe. Innerhalb kurzer Zeit konnten Einsatzkräfte und Fahrzeuge aus drei Städten gemeinsam als geschlossener Verband eingesetzt werden.

„Wenn Hilfe benötigt wird, endet Verantwortung nicht an der Stadtgrenze. Unsere Einsatzkräfte haben gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus Solingen und Wuppertal gezeigt, dass die überörtliche Zusammenarbeit professionell und verlässlich  funktioniert.“, so Oberbürgermeister Sven Wolf.

Am Sonntagmorgen konnten nach und nach die ersten Teile der Bereitschaft 5 ihren Einsatz beenden und die Rückfahrt antreten. Einzelne Fahrzeuge und die Einsatzleitung verblieben zunächst noch im Hürtgenwald. Bis zur Mittagszeit waren schließlich auch die letzten Einsatzkräfte wieder im Bergischen Städtedreieck zurückgekehrt.

„Nach einem solchen Einsatz bin ich vor allem froh, dass unsere Einsatzkräfte alle gesund zurückgekehrt sind. Im Namen der Stadt Remscheid danke ich allen Beteiligten für ihre Einsatzbereitschaft und ihren Dienst weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus“, so Oberbürgermeister Sven Wolf abschließend.

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