Das neue KI-Tool wird eine wichtige Doppelfunktion übernehmen: Zum einen wird es als „intelligenter“ Chatbot im gemeinsamen Bergischen Service Center (BSC) Bürgeranfragen schneller beantworten. Zum einen unterstützt es die Mitarbeitenden in den Rathäusern künftig als digitaler Assistent beim Entwerfen von Texten, dem Zusammenfassen von Dokumenten und dem Protokollieren von Sitzungen. Der Zuschlag für das neue System soll noch im dritten Quartal 2026 erteilt werden.
Oberbürgermeister Sven Wolf betont den Nutzen der Technologie: „Künstliche Intelligenz ist für uns kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um den Service für die Menschen in Remscheid spürbar zu verbessern. Wenn Routineaufgaben schneller erledigt werden, bleibt unseren Mitarbeitenden mehr Zeit für die persönliche Beratung. Wichtig ist mir dabei: Die Technologie unterstützt uns, aber die Verantwortung für alle Entscheidungen bleibt auch in Zukunft ganz klar beim Menschen."
Konkrete Erleichterungen für Bürger und Verwaltung
In vielen Fachbereichen wird die neue Technologie bereits konkret erprobt oder eingesetzt, um spürbare Verbesserungen zu erzielen:
Schnellere Aufenthaltstitel: In der Ausländerbehörde prüft eine neue KI-Funktion hochgeladene Dokumente direkt bei der Online-Antragstellung auf Plausibilität. Fehler oder fehlende Unterlagen werden sofort erkannt, was die Bearbeitung der Anträge erheblich beschleunigt.
Entlastung beim Wohngeld: Die Sozialverwaltung prüft derzeit den Einsatz von KI bei der Bearbeitung von Wohngeldanträgen, um Anträge schneller abzuarbeiten und Wartezeiten für Bürger zu verkürzen.
Barrierefreie Website: Auf der offiziellen Homepage der Stadt Remscheid übersetzt eine KI komplexe Informationen automatisch in Einfache Sprache, um den Zugang zu städtischen Angeboten barrierefreier zu machen.
Effizientere Prozesse: Bei der Erstellung von Ausschreibungsunterlagen ist eine spezialisierte KI-Software bereits erfolgreich im Einsatz.
Sicherheit und Verantwortung im Fokus
Beim Einsatz der Technologie überlässt die Stadt nichts dem Zufall. Ein neu etabliertes internes Prüfverfahren stellt sicher, dass alle KI-Anwendungen vorab gründlich getestet werden. Zudem regelt eine klare Vereinbarung mit der Mitarbeitervertretung den sicheren Umgang: Die Letztverantwortung für alle Dokumente und Entscheidungen bleibt stets beim Menschen.