Warum das Verbot notwendig ist
Seit Wochen fehlen in Remscheid die Niederschläge. Viele kleinere Gewässer sind bereits vollständig ausgetrocknet, größere führen deutlich weniger Wasser als üblich. Das belastet Tiere und Pflanzen stark:
- Bäche und Teiche sind Lebensraum für Amphibien, Fische und Insekten.
- Viele Tierarten an Land sind auf diese Gewässer als Trink- und Rückzugsorte angewiesen.
- Niedrigwasser erwärmt sich schneller – warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff. Für Fische und andere Bachlebewesen kann das lebensbedrohlich werden.
Damit die Gewässer nicht weiter unter Druck geraten, ist jede zusätzliche Entnahme problematisch. Auch kleine Mengen, etwa zum Bewässern von Gärten, summieren sich und können das Austrocknen beschleunigen.
Was genau verboten ist
Im gesamten Stadtgebiet ist es untersagt, Wasser aus Bächen, Teichen und anderen Oberflächengewässern zu entnehmen – egal ob in kleinen oder großen Mengen. Davon ausgenommen ist lediglich das Tränken von Vieh. Details finden Sie hier (Öffnet in einem neuen Tab).
Ziel der Maßnahme
Mit dem Verbot sollen die Gewässer geschützt werden, damit die dort lebenden Tiere und Pflanzen die Trockenphase überstehen können. Die Stadt bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung: Jede nicht entnommene Gießkanne hilft, die Gewässer zu stabilisieren.
Hinweis
Ein Verstoß gegen die Allgemeinverfügung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.