Beschreibung
Sinn des Begräbniswaldes ist die naturnahe Bestattung von Aschen. Er ist aufgrund seines eindrucksvollen Baumbestandes ein besonderer Ort der Trauer und Erholung und bietet individuelle, naturnahe Bestattungen in einem naturbelassenen Waldstück als Alternative zur Bestattung auf einem Friedhof.
Bestattungen
Im Begräbniswald werden Aschen im Wurzelbereich des vorhandenen Bewuchses bestattet. Eine Bestattung kann nur genehmigt werden, wenn dies von Todes wegen verfügt wurde.
Nutzungsrechte
Der zukünftige Nutzungsberechtigte wählt zusammen mit dem Revierförster einen "Bestattungsbaum" aus. Die Bestattung wird von der Friedhofsverwaltung durchgeführt. Das Nutzungsrecht wird für eine Dauer von 50 Jahren verliehen; je Bestattungsbaum können bis zu vier Aschen bestattet werden. Nach Ablauf kann das Nutzungsrecht verlängert werden.
Der Bestattungsbaum wird von jeglicher forstwirtschaftlicher Nutzung ausgeschlossen. Ausnahmen sind notwendige baumpflegerische Maßnahmen. Sollte ein Baum jedoch nicht mehr zu erhalten sein oder durch äußere Einflüsse umstürzen, wird ersatzweise ein neuer Baum gepflanzt.
Zusätzlich zu dem Nutzungsrecht an einem Einzelbaum kann eine Bestattung auch an einem Gemeinschaftsbaum erfolgen. Der Unterschied: Hier entsteht kein individuelles Nutzungsrecht an einem Baum, es wird lediglich für mindestens 25 Jahre ein Bestattungsplatz diesem Baum zugewiesen, der von mehren weiteren Aschen belegt wird. Es besteht kein Wahlrecht an einem besonderen Platz, so dass Familienangehörige keine gemeinschaftliche "Grabstätte" erhalten können.
Pflege
Eine herkömmliche Grabpflege, wie sie von Friedhöfen bekannt ist, ist im Begräbniswald ausgeschlossen. Die Pflege wird der Natur überlassen. Dies heisst auch, dass Trauerkränze, Blumen usw. nicht abgelegt werden dürfen. Auch eine besondere Kennzeichnung der Bestattungsbäume in Form von Gedenkzeichen ist nicht zulässig.
Hinweise:
Seit 2025 werden dort nur noch Bestattungen an Bäumen mit bereits vorhandenem Nutzungsrecht durchgeführt, neue Nutzungsrechte werden nicht vergeben.
Alternativ stehen im Remscheider Stadtgebiet die Begräbniswälder Kleebachtal und Ehringhausen (Links/Downloads) zur Verfügung.